GM Treffen 2016

GMTreffen16

Nach mehr oder weniger langen Anreisen (man munkelt, dass die Führungsetage aus Minnesota insgesamt über 12 Stunden im Bus saß, und dabei sogar von Hunden beschnüffelt wurde) fanden sich alle pünktlich um 11:45 in der Aya-Bar ein, und genossen zur Begrüßung das erste Bier (auch hier wurde vom Rangers-GM schon eine vielzahl Kaltgetränke verputzt. Als bei allen der Boden des Glases zu sehen war, ging es für die zehn Mann starke Gruppe raus aufs Land, die Vereine Calgary und Los Angeles stellten freundlicherweise ihre Mannschaftsbusse zur Verfügung. Der kleinste in der Runde, Meat, musste aufgrund von Kapazitätsproblemen durch die Heckklappe ein- und aussteigen (von mir dann fröhlich „Die Hobbit-Klappe“ genannt). Los Angeles‘ Teamgefährt gewann das Rennen nach Hütten knapp vor Calgary – die Familie von Stef hatte bereits alles großartig vorbereitet (ein riesengroßes Dankeschön an Tanja, Gregory, und Selina!). Der Grill war schon warm, der Tisch gedeckt, das Bier kalt. Nach dem ersten kennenlernen wurden die Gespräche unter allen Teilnehmern zunehmend lockerer, der Alltagsstress und der Liga-Betrieb waren schnell vergessen. Es folgte die Auslosung zum großen, jetzt schon mit Legendenstatus versehenen Offline-Turnier der PSHL. Im Anschluss wurde noch gegessen, nach teilweise langen Reisen war der Hunger groß!

 

GM Jay-Jay und GM Antero wurden den Buffallo Sabres zugelost, GM Sgygli bekam seinen Sohnemann Gregory mit den Calgary Flames zugelost (ob hier alles mit rechten Dingen zugegangen muss eingeweihten Medien zu Folge allerdings stark angezweifelt werden!). Die weiteren Teams bestanden aus GM Thapitsch & GM Foi – sie würden mit den Philadelphia Flyers ins Rennen gehen, GM Typolino und GM Daetwyller sollten mit den Winnipeg Jets ins Rennen gehen, als deutliche Favoriten starteten die GM Metalhead und Meat mit den Boston Bruins in das Turnier. Gespielt wurde eine Einfachrunde jeder gegen jeden, die besten vier zogen ins Halbfinale ein.

Winnipeg schlug die Flames zum Auftakt mit 5:3, Boston setzte sich erst in den Schlussekunden mit 3:2 gegen die Flyers durch. Im zweiten Durchgang explodierte die Offensivmaschine der Bruins, 12-2 wurden die Flames verpackt und abgefertigt. Favoritenschreck Buffallo brachte den Winnipeg Jets mit einem 5:3 die erste Niederlage bei. Buffalo blieb im Anschluss mit einem 7:5 gegen Philadelphia bei weißer Weste, Boston besiegte Winnipeg mit 5:1. Im letzten Durchgang besiegte Philadelphia die Jets erst im Penaltyschießen mit 2:1, Bufallo gewann mit 7:3 gegen Calgary und ging somit ohne Verlustpunkt durch die Vorrunde.

In den Halbfinals ging es dann heiß her. Top-Seed Bufallo geriet gegen die Winnieg Jets früh mit 0:3 in Rückstand. Eiskalt hatten Mark Scheifele, und zwei Mal Matty Perreault die Führung für die Jets herausgespielt. Buffalo gab sich aber nicht auf und kam durch Tyler Ennis noch vor der ersten Pause zum 1:3 Anschlusstreffer. Tore von Jake McCabe und Bryan Little später stand es 2:4, ehe die Jets nochmal weiter aufdrehten und die Sabres so wie den sicheren Verlierer aussehen ließen – 2:6 war im Grunde aussichtslos. Zwei mal Zemgus Girgensons und einmal Jack Eichel ließen aber zehn Minuten vor dem Ende aber nochmal aufhorchen, nach toller Aufholjagd war auf einmal wieder alles drin. Antero und Jay-Jay verpassten es aber, wirklich Druck zu machen, erst in den zwei letzten Spielminuten gab es bei doppelter Überzahl nochmal die Riesenchance, mit noch zehn Sekunden auf der Uhr kam der Schuss – PFOSTEN! – die Jets standen als erster Finalteilnehmer fest.

Im zweiten Halbfinale stellten die Boston Bruins sich den Philadelphia Fylers zum Kampf, David Krejci, Ryan Spooner und Landon Ferraro stellten vor der ersten Pause auf 3-0. Im zweiten Abschnitt wachten dann auch die Fylers auf – Brayden Schenn verkürzte. Fünf Minuten später dann aber die kalte Dusche, Brad Marchand arbeitete die Scheibe zum vorentscheidenden 4-1 ins Tor der Flyers. Aufgeben wollten sie dann jedoch natürlich auch nicht und rannten an, nur um nach vier gespielten Minuten im Schlussabschnitt noch das 5-1 durch David Pastrnak zu kassieren.

 

Im großen Finale des Offline-Turniers standen sich also die Winnipeg Jets mit Typolino und Daetwyller und die Boston Bruins mit Metalhead und Meat gegenüber. Das Spiel, natürlich unter den Augen aller anderen GM, sowie der kompletten Gygli-Family, begann ausgeglichen, ehe Zdeno Chara mit einem Hammer von der blauen Linie den Torreigen eröffnete. Kurz vor dem Ende des ersten Drittels brachte Patrice Bergeron dann sogar noch das 2-0 auf die Anzeigetafel. Die Jets steckten aber nicht auf und kamen durch einen fein herausgespielten Treffer von Drew Stafford zum 2-1 Anschluss, wenig später aber stellte Torey Krug für Boston den alten Abstand wieder her. Dann Überzahl Boston, der junge Andrew Copp von den Jets fasste sich ein Herz, rannte los, und versenkte den Shorthander zum erneuten Anschlusstreffer. Im Schlussabschnitt, und vor allem in der Schlussphase holten die Jets nochmal alles raus – umsonst! Der Titel ging am Ende mit 3:2 an die Boston Bruins unter der Führung von Metalhead und Meat.

Für die Teilnehmer ging es dann weiter in die Stadt – nachdem kurz im Hotel eingecheckt wurde (hier gibt es die Legende von Jays Lederjacke, ein Bier für jeden war da locker drin) war Essen fassen angesagt! Im Restaurant Cheyenne in der Innenstadt gab es für alle Teilnehmer Burger und French Fries, Bier floss in rohen Mengen. Nebenbei lief auf den Fernsehern Lugano gg Bern, unter den Gms wurde viel gefachsimpelt, gelacht und erzählt. Legendär hier – ein völlig versuffter Schweizer kam an den Tisch, wovon ihn eine der Bedienungen abhalten wollte. Da diese gute Frau Hochdeutsch sprach, ist den Berichten zu Folge nur GM Foi daran Schuld gewesen, dass sich Jay am Ende des Abends mit Typo, und nicht mit der Bedienung das Zimmer teilen musste………Nach dem Bezahlen der Rechnung von 413 Franken (bist du verrückt….) ging es weiter mit der Bahn in Richtung Party-Landschaft Zürich. Am Bahnschalter dann die größte Solidaritätsbekundung, die die PSHL je gesehen hat: Der Preis der Tickets wird ausgerufen – ZACK!!! Alle Gms rannten mit ihrem Kleingeld voran und schlugen sich drum, wer denn nun die Tickets bezahlen dürfte!! Was für eine geile Truppe!

Nachdem der Gruppe der Zutritt in einer Bar aufgrund des großen Geschlechter-Ungleichgewichts verweigert wurde, ging GM Sgygli mit Knallharter Verhandlungstaktik im zweiten Schuppen zum Türsteher. 10 Franken Eintritt?? Nicht mit dem GM der Flames! Keine 20 Sekunden später zogen die Manager zu neunt und ohne einen Rappen verschwendet zu haben in die Bar ein. Dort soll der GM der Minnesota Wild beim bestellen seines ersten Kaltgetränkes Medienberichten zu Folge beinahe tot umgefallen sein – für die fällig 8 Fränkli bekommt man wo er herkommt glatt eine ganze Kiste Bier – in der Piranha-Diskothek leider nur 0,33 Liter. Ein paar Bier später ging es weiter in die nächste Bar, der letzten Station des Abends. In entspannter Atmosphäre wurden die nächsten Gerstengetränke vernichtet, Boston und Detroit lieferten sich am anderen Ende des Tisches ein Wildes Würfel-Match. Dem ganzen die Krone auf setzte dann ein 4 CL Jägermeister für jeden, der zu allem Überfluss auch noch warm war. Die Fraktionen aus New Jersey, Columbus, Colorado und Minnesota stiefelten auf der Suche nach einem Kebap (15 Franken????? Dann doch lieber ein Knoppers aus dem Automaten in der Lobby des Hotels) in Richtung Ibis Hotel. Der Rest harrte noch aus, besonders Boston und Dertroit hielten durch – erst gegen 5 wankte Typolino ins Zimmer – nicht ohne die nächsten 6 Bier mitzubringen, und Jay brüllend aufzufordern wieder aufzustehen und weiterzutrinken. Die Gms aus Calgary und Los Angeles gönnten sich ein Taxi nach Hütten (über die Preise wird hier nicht gesprochen) und kamen auch noch wohlbehalten nach Hause. Das große GM-Treffen der PSHL war Geschichte!

 

Eine ganz persönliche Einschätzung zum Schluss: Was seid ihr bitte für ein geiler Haufen? Ich habe schon damit gerechnet, dass wir uns alle sicher gut verstehen, aber mit dieser großen Freundlichkeit, und so einer Masse wirklich großartiger netter Leute konnte ich wirklich nicht rechenn. Ich möchte mich bei euch allen bedanken, für jedes einzelne Bier, das ihr bezahlt habt, und für die Mühe, euern Schweizer-Slang einigermaßen verständlich rüberzubringen. Mir hat es großen Spaß gemacht euch alle zu treffen, und ich freue mich jetzt schon auf die nächste Runde! Vielleicht ja diesmal etwas weiter im Norden! Ich hoffe der Grenzschutz lässt mich nachher wieder nach Deutschland rein, in diesem Sinne: Bis wir uns Wiedersehen.

das Turnier: