Playoff Preview: 1st Round – Western Conference

St. Louis Blues (WC1) vs.Edmonton Oilers (1)

Beide Teams konnten in der Regular Season zwei Spiele für sich entscheiden und so ist diese Serie sicherlich von Kleinigkeiten und Details gerägt. Der Coach der St.Louis Blues, GM Frutti bestätigt dann auch gegenüber den Medien, dass es „schwer, ganz schwer gegen Edmonton werden wird und gegen GM Kornfelt zu bestehen, aber das ist ja schon normal für St.Louis, wenn ich an die letzte Saison denke“. Viel mehr wollte sich der Coach der Blues nicht entlocken lassen. Keine Interviews gab es in Edmonton. Dies zeigt auf, dass der Pacific-Division Sieger angespannt ist und die Serie gegen die Blue keinesfalls auf die leicht Schulter nimmt. Entscheidend wird sicherlich auch die Form der Topstars sein. Auf der einen Seite Milan Lulic, der Topskorer der Oilers mit 79 Skorerpunkte sowie Ryan McNuggent-Hopkins und Jungstar Connor McDavid. Auf der anderen Seite Vladimir Tarasenko und Paul Stastny sowie Golie Jake Allen. Das Junge Goalietalent könnte den Ausschlag für die Blues ausmachen. Auf der anderen Seite bei den Edmonton Oilers beeindruckt sicherlich die sehr ausgeglichenen 4 Stürmerblöcke, welche für alle für Torgefahr sorgen können. Zudem wird sicherlich entscheiden sein, wie mit dem Playoffdruck umgegangen werden kann. Bei den Blues gibt es eigentlich keinen Druck mehr. Das Saisonziel mit der Qualifikation für die Playoffs ist erreicht und so kann man frei aufspielen. Bei den Oilers hingegen haben alle bereits vor der Saison von der besten Mannschaft sein langem und der grössten Chance den Stanleycup Kübel seit langem wieder mal nach Alberta zu holen. Ob dies realistisch ist, müssen die Jungs auf dem Eis beweisen. Anyway der Weg ist lange und beschwehrlich und die erste Hürde, die Blues werden etwas dagegen haben.

Ergebnisse Regular Season: 2-2 Siege (2-5, 3-0, 1-3, 7-5)
Chancen : 40:60 für Edmonton, PSHL Tipp: 2-4


Arizona Coyotes (3) vs. San Jose Sharks (2)

In der Pacific Division steht eine sehr spannende Serie ins Haus. Die San Jose Sharks spielten eine gewohnt starke Saison, hat zudem den stärksten, ausgeglichensten Kader der ganzen Liga. Am anderen Ende des Kader-Spektrums stehen die Coyotes aus Arizona – nur ein anderer Manager (Colorado) hat es geschafft mit einer derartigen Trümmer-Truppe die Endrunde zu erreichen. Beide Teams haben ihre Saisonziele mit dem Einzug in die Playoffs erreicht, keines der beiden ist eine echte Überraschung. Die Protagonisten Rosendorf und Pedja sehen es ähnlich: „Der große Druck ist erstmal weg. Ich habe mir selber das Ziel gesetzt dieses Jahr die Playoffs in einer harten Division und Conference zu schaffen und bin natürlich sehr froh dass es mir gelungen ist. Auch die Art und Weise der Qualifikation stimmt mich zufrieden – man konnte nahezu gegen jedes Topteam gewinnen“, so Sharks-Verantwortlicher Pedja. Besonders die Spielweise der Sharks, die in der vorangegangenen Saison als sehr eintönig aufgefallen war, hat sich geändert. Die Haie glänzen durch schnelles Kombinationsspiel, und haben mit Brent Burns den besten Offensiv-Verteidiger der Liga in ihren Reihen. Ein Luxus, auf den die Coyoten nicht zurückgreifen können. Zwar steht mit Oliver Ekman-Larsson ebenfalls ein starker Defender im Lineup, der Rest der Mannschaft weiß aber bis auf Radim Vrbata auf dem Papier absolut nicht zu überzeugen. „Die Sharks sind aufgrund Ihrer sehr guten Saison und der großen Konstanz sicherlich der Favorit in dieser Serie. Sie sind sehr ausgeglichen besetzt und nicht nur von einem Spieler abhängig. Des weiteren steht mit Martin Jones ein sehr guter Torhüter im Tor der Sharks“, zollt Rosendorf der Leistung seines Gegenübers großen Respekt. Doch auch die Sharks haben positive Worte für den Gegner aus der Wüste übrig: „Mit sehr gemischten Gefühlen gehe ich in diese Serie – Arizona ist leichter Favourite – von den ingesamt 25 verloren Spiele – habe ich direkt 3 gegen Arizona verloren. Die Spielweise liegt mir nicht so sehr und die Goalies wachsen über sich gegen mich hinaus.“ Die Goalies von Arizona sind eines der kleineren Rätsel der Serie. Schon in der Saison zeichnete sich keine klare Nummer eins im Tor ab, ob in der Serie Loui Domingue oder Mike Smith in der Hütte steht wird sich wohl erst beim ersten Bully zeigen. Während bei den Coyotes vor allem der deutsche Tobias Rieder mit 40 Toren im Vordergrund steht, sehen die Sharks auf dem Scoresheet extrem ausgeglichen aus: 11 Spieler mit mehr als 10 Toren sind außergewöhnlich, auch drei Verteidiger unter den Top 10 sind ligaweit einzigartig. Wenn die Sharks ihr Spiel aufs Eis bringen können, dürfte es für die Coyoten ganz schwer werden. Sobald diese es aber unter die Haut der Sharks schaffen (was sie in der Regular Season bereits bewiesen haben), kann es eine ganz lange Serie werden, auch mit besserem Ausgang für die Wüste.

Ergebnisse Regular Season: 3-1 Siege für  Arizona (4-3, 2-3, 2-1, 6-2)
Chancen : 50:50 Chacne, keiner geht als Favorit in Spiel, PSHL Tipp: 1-4


Dallas Stars (WC2) vs. Winnpeg Jets

Die Jets spielten unter der Führung von GM Jay-Jay eine bärenstarke Saison – beinahe jedes enge Spiel konnten die Düsenjäger für sich entscheiden, besonders die erste Reihe aus Laine, Scheifele und Wheeler brachte die Gegner teilweise zur Verzweiflung – so schoss der finnische Rookie unglaubliche 73 Tore, und holte sich so die Torjägerkanone, mit 95 Punkten den Scoring Titel, und noch die Calder Trophy für den besten Neuling der Liga. Die Stars schafften es nach einer mehr als katastrophalen ersten Saisonhälfte noch gerade so in die Endrunde – wer sie aber unterschätzen sollte, wird sich schnell auf dem Golfplatz wiederfinden. Spieler wie Jamie Benn, oder Verteidiger John Klingberg sind derart stark, und angeführt vom erfahrenen GM Albiol , sind die Stars wie jedes Playoff-Team aus der Central Division ein mehr als unangenehmer Gegner. Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meines Teams in der Hauptrunde“, freute sich Jay-Jay. „Wir dürfen jetzt nicht den Fehler machen, übermütig zu werden, nur weil uns alle als Titelkandidat handeln. Wenn wir unsere Defensive nicht verbessern, wird es gerade gegen die Stars eine fast unlösbare Aufgabe. Wir müssen uns konzentrieren, zielstrebig sein, und unsere Möglichkeiten nutzen“, fordert er weiter. Aus Dallas heisst es derweil: „Wir sind froh das wir unter gewissen Umständen die Qualifikation doch noch geschafft haben. Es war eine schwierige Saison für uns, aber jetzt werden wir hoch motiviert in die geilste Zeit des Jahres gehen. Wir freuen uns.“ Um zum Erfolg zu kommen, fordert Albiol von seinem Team vor allem konstantere Torhüterleistungen: „Anfangs war ich mit meinem Torhüterpaar überhaupt nicht zufrieden. Beide patzten immer mal wieder. Doch mittlerweile harmonieren sie wirklich klasse miteinander und spielen meiner Meinung nach auf sehr hohen Niveau. Niemi und Lehtonen werden wohl beide ihr Minuten in Playoffs bekommen.“ Die Jets gehen vorsichtig in die Serie: „Ich denke wir haben mit Dallas einen sehr sehr staken Erstrundengegner, der uns auch in der Vergangenheit immer wieder große Probleme bereitet hat. Nur wenn wir unser bestes Spiel abrufen, können wir in die nächste Runde einziehen.“ Dallas GM Albiol hat ebenfalls großen Respekt vor seinem Gegner: „ch habe ein bisschen Bauchschmerzen wenn ich an meinen Gegner denke und wäre den Jets gerne ausgewichen. Trotz der unterschiedlichen Tabellenplätze sehe ich die Chancen bei 50/50. Da wir uns sehr gut kennen kommt es auf Kleinigkeiten an.“

Ergebnisse Regular Season: 1-3 Siege Winnpeg (3-1, 5-6, 4-8, 3-5)
Chancen : 20:80 für Winnipeg Jets, PSHL Tipp: 1-4


 
Nashville Predators (3) vs. Colorado Avalanche (2)

In der Central Division gibt es in der ersten Runde zwei absolute Schwergewichts-Begegnungen – die Predators und die Avalanche sind wohl so gleichauf, wie man nur gleichauf sein kann. Zwar haben die Avalanche mit 119 Zählern 11 Punkte mehr auf dem Konto als die Predators, doch wirklich im Vorteil scheinen die Mannen aus Denver nicht so wirklich – denn die Predators haben im Laufe der Saison einen Rückstand von etlichen Punkten von ihrem Vorgänger aufgefrühstückt. Colorado beeindruckt dabei vor allem mit der Tatsache, dass sie eines der wohl schwächsten Roster der Liga zu betreuen haben – während im Tor mit Semyon Varlamov ein wirklich starker Mann steht, muss bei den Feldspielern mit Spielern gearbeitet werden, die an sich nicht einmal in der AHL etwas verloren hätten. Die Predators, die von mehreren GM sogar als Cup-Sieger gehandelt werden, beeindrucken mit ihrer Konsequenz. Die Preds ziehen ihr Spiel zwar immer wieder gleich auf, sind dabei aber so stark an der Scheibe und so sicher im Passspiel, dass man dagegen kaum etwas ausrichten kann. Avalanche GM Metalhead ist derweil sehr zufrieden mit der Vorrunde seiner Mannschaft: „Der Einzug in die Playoffs ist ein großer Erfolg für uns. In dieser schweren und ausgeglichenen Division am Ende als 2. abzuschließen und souverän in die Playoffs einzuziehen war wesentlich mehr als wir uns aufgrund der Ausgangslage erhoffen konnten. Wir sind rundum zufrieden mit der Regular Season.“ Die gegnerische Fraktion sieht es bezogen auf das eigene Team ganz ähnlich: „Nach der übernahme der Preds mit einem Stand von 11 Niederlagen aus 11 Spielen sah es ja alles andere als rosig aus aber man konnte direkt durchstarten und eine Siegesserie nach der anderen erspielen. Damit wuchs man richtig mit dem Team,Club und der Stadt zusammen und konnte somit schon fast sagen das unmögliche möglich gemacht zuhaben und noch einen Direkten Playoff Spot erreichen“, so Tornado. Beide Teams strotzen nur so vor Respekt vorm jeweiligen Gegner. „Ein sehr spielstarker Gegner der in der laufenden Saison immer stärker wurde und wenn die Formkurve so weiter geht er alles Richtig gemacht hat um rechtzeitig für die Playoffs voll da zu sein. Die stärke beweisst ja auch das er mit den AV´s nur knapp hinter Jay auf Platz 2. steht in unserer starken Division“, heisst es aus Nashville, „Der absolute Horror. Genau der Gegner, dem man am liebsten solange aus dem Weg gegangen wäre wie möglich steht uns nun direkt in Runde 1 gegenüber. Das wird eine ganz harte Nuss, die es zu knacken gilt. Ohne die Tabelle zu kennen, aber nimmt man nur die Spiele seit Tornado dort angefangen hat, dann denke ich gibt es kaum ein Team das mehr Punkte in dem Zeitraum geholt hat. Fazit: Schwerer gehts eigentlich nicht“, schallt es aus den Rockies zurück. Die Buchmacher setzen schon jetzt auf eine Serie über 7 Spiele, beide Teams sehen sich selbst der schwersten möglichen Aufgabe gegenüber. Metalhead sieht die Predators dabei aber leicht im Vorteil, erklärt er: „Alles probieren, alles geben…und das in jedem Spiel. Das ist das was wir tun können und dann schauen wir was dabei heraus kommt. So gehen wir es an. Wir sind sicher nicht der Favorit. Chancen sehe ich bei 30:70.“ Ganz so sicher sind sich die Predators aber indes nicht. So ließ Tornado verlauten: „Ich sehe die Chancen 50/50 hier werden Nuancen entscheiden und die bessere Tagesform. Ins Spiel werde ich eigentlich wie in jedes andere Spiel auch gehe – mit dem nötigen Siegeswillen und Selbstvertrauen, Kämpfen bis zum umfallen und auch wenn es mal nicht so läuft noch alles probieren das Spiel umzureißen und gerade dann probieren die Ruhe zu bewahren.“ Hier darf sich auf jeden Fall auf eine irre Serie eingestellt werden.

Ergebnisse Regular Season: 3-2 Siege für Nashville (2-0, 1-2, 3-4, 0-5, 5-2)
Chancen : 50:50 Chance, keiner geht als Favorit in Spiel, PSHL Tipp: 4-2