Playoff Preview: Final

Die Conference Finals in der Eastern wie auch in der Western Conference standen an und mit Philadelphia gegen Toronto und Winnipeg gegen Edmonton standen sich 4 grosse Kaliber gegenüber, welche alle das Zeug haben den Schritt in den Stanley Cup zu machen.

Western Conference:

Trotz 2-1 Siegen in der Regular Season und dem Conference Sieg für Winnipeg, gegen die Edmonton Oilers aufgrund ihrer Ausgeglichenheit bei den Buchmacher als leichter Favorit in die Serie. Doch es kam anderst. Jede der Partien war zwar sehr umkämpft, doch schliesslich beeindruckte der Titelverteidger Winnipeg, jedoch unter neuem GM, die Oilers so sehr und schaffte einen 4-0 Sweep. Etwas das die euphorischsten Fans in Manitoba nicht für möglich gehalten hätten. Spiel 1 war spektakulär. Edmonton geht zwar in Führung, doch Winnipeg schlägt schnell und schlussendlich gab es 14 Tore und ein 8-6 Sieg für die Jets. Auch das zweite Heimspiel konnte Winnipeg für sich entscheiden. Auch dieses Mal gab es zwar den besseren Start für Edmonton aber das bessere Ende für die Jets indem man 4-2 siegte. Das 3 Spiel in Alberta genau so umkämpft. Dabei war Andrew Copp der Matchwinner, indem er im letzen Abschnitt das 0-1 zu einem 2-1 kehrte und so auf 3-0 für Winnipeg stellte. Der vierte und letzte Match wiederum in Edmonton war eine Demonstration der aktuellen Topform der Jets. Brian Little avancierte mit 2 Toren zum Man of the Match und Winnipeg gewann auswärts mit 4-0 und gewann so die Clarence Campell Bowl und zog in den Stanley Cup Final ein. Für Edmonton is nach einer starken Saison Schluss und der Traum des ersten Stanley Cup Titel muss weitergeträumt werden.

Eastern Conference:

In der Eastern Conference galten die Philadelphia Flyers als leichter Favorit, doch auch den Maple Leafs, welche die starken Detroit Red Wings und Presidents Trophy Winner Tampa eleminiert hatten, wurde einiges zugetraut. Spiel 1 mit viel Spektakel in Philadelphia und Rookie Austen Matthews zeigte mit dem 3-2 Overtime-Winner wieder einem mehr seine Wichtigkeit für die Maple Leafs. Die Flyers schlagen in Spiel 2 aber zurück und entscheiden mit dem Gamewinner von Gostisbehere, 3-1 Sieg für Philly. Spiel 3 widerum so umkämpft, diesmal mit dem besseren Ende für Philadelphia, welche im Schlussabschnitt den 4-3 Siegestreffer durch den Franzosen Bellemare erzielten und in der Serie 2-1 in Führung gingen. Doch Toronto schlug vor heimischem, lautstarken Publikum zurück indem Marner wiederum in der Overtime die Maple Leafs zum 4-3 OT Sieg und so zum 2-2 in der Serie schoss. Philly hatte es verpasst ihre Ueberlegenheit in Tore umzumünzen und Held des Abends war Frederik Anderson mit 24 Saves. Aehnlich deutliches Schussverhältnis in Spiel 5 zu Gunsten der Flyers, aber wiederum ein Sieg für die Maple Leafs. Wiederum machte Anderson den Unterschied aus und Toronto gewann ein vorentscheidendes Spiel 5 in Philadelphia durch Tore von Lupul, Rieilly und Von Riemsdyk mit 3-2. Somit hatte man zu Hause im Air Canada Center die grosse Möglichkeit den Sack zuzumachen. Und diese Möglichkeit nutzen die Kanadier mit einem überzeugenden Auftritt aus. Ein 4-0 Heimsieg indem Willam Nylander mit 2 Toren zum Matchwinner avancierte brachte die kanadische Metropole zum erschütten. Toronto steht erstmals in der PSHL Geschichte im Stanley Cup Finale. Der Sieg der Prince of Whales Trophy für das beste Team der Eastern Conference haben sich die Maple Leafs mit beherzten Auftritten retlich verdient. Für Philadelphia geht eine Saison mit sehr staken Leistungen und einer Topchance auf den Titel mit einer leisen Enttäuschung zu Ende. Man hätte sich in Philly mehr ausgerechnet, doch der Tenor nach dem Ausscheiden war für nächste Saison bereits wieder auf Angriff gesetzt.

Skorer und Goalies:

Mark Scheifele mit 5 Toren und 15 Assists führt weiterhin die Playoff-Skorerliste an, gefolgt von Teammate Blake Wheeler (16) und Jungstar William Nylander (15) von den Toronto Maple Leas. Die meisten Treffer hat bisher Patrick Laine mit 9 Toren erzielt und bester Defender ist Nikita Zaitsev von den Maple Leafs mit 12 Assists. Die beiden Final-Torhüter Pavelec aus Winnipeg (88.9%) sowie Frederik Anderson, Toronto mit 86.6% haben bisher absolut überzeugt. Es wird spannend sein wer von den Topskorer und Torhüter sein Team zum grossen Titel führen kann.


Stanley Cup Final 2017

Winnipeg Jets gegen Toronto Maple Leafs. Ein absolutes Knaller-Finale. Hier treffen zwei Teams aufeinander die beide in der Qualifikation absolut überzeugt haben aber erst recht nun in den Playoffs ihre Topform gezeigt haben. Patrick Laine, Mark Scheifele und Blake Wheeler als Offensivkräfte gegen William Nylander, Auston Matthews oder Nazem Kadri, ein offensives Feuerwerk das man hier erwarten kann. Aber auch in der Defensive und im Tor mit dem Duell zwischen Ondrej Pavelec und Frederik Anderson kann man ein Duell auf absolutem Weltklasse-Niveau erwarten. In der Regular Season gewannen beide Teams je einmal auswärts und auch von den Spielanlagen sind die beiden Teams mit einer schnellen Offensiven, guten Torabschlussqualitäten und einer starken Abwehr gleich stark einzuschätzen. Auch vom Spielerkader sticht kein Team gegen das andere heraus und so könnte am Ende die Routine oder die Coolness der entscheidende Faktor sein. Da spricht die Routine für den Titelverteidiger Winnipeg, welche doch mit ihrem GM Jay-Jay ein sehr erfahrener Mann an ihrer Bande haben, welcher über die Jahre gewachsen ist und immer besser geworden ist. Auf der anderen Seite die Coolness welche für GM Bengel-Reloades spricht, der im Laufe der Saison und der Playoffs bewiesen hat, dass er Spiele gewinnen kann, wo man viellicht nicht unbedingt das spielstärkere Team war aber ruhig geblieben ist und am Schluss als Sieger vom Eis ist. Sehr ausgeglichen also und kaum ein Favorit auszumachen. Wir haben die beiden GMs besucht und sie zur bevorstehenden Final-Serie befragt:

Sieg der Conference und Finaleinzug- hätten Sie das vor der Saison für möglich gehalten?

Jay-Jay: „Puh, schwere Frage. Für möglich gehalten irgendwie schon, aber so wirklich daran geglaubt hat in Winnipeg niemand. Unser Ziel waren die Playoffs, das haben wir erreicht, alles andere wollten wir von Spiel zu Spiel schauen und das tun wir auch weiterhin.“

Bengel: „Wir gingen in dieser Saison ja nicht mehr als kleines unscheinbares Toronto in den Ring sondern uns hatte man aufgrund der Leistung im letzten Jahr schon auf dem Zettel. Das es natürlich so weit geht haben wir uns vor der Saison nicht ausgemalt.“

Was sagen Sie zu ihrem Gang durch die Playoffs, bis Sie nun ins Stanley-Cup Finale eingezogen sind?

Jay-Jay: “ Wir mussten gegen die Creme de la Creme der Liga ran, und genau so sollte es in den Playoffs auch sein. Die Dallas Stars waren ein absoluter Hammergegner, Colorado ist seit Jahren immer wieder ein ganz ganz schweres Pflaster, und auch Edmonton mit der Power-Offensive war kein einfaches Unterfangen. Wir können allerdings sehr zufrieden mit dem Verlauf sein, da war bis jetzt auf jeden Gegner die richtige Einstellung gefunden haben und somit auch verdient den Westen im Finale vertreten.

Bengel: „Playoffs sind etwas ganz besonderes. Die Fans, die Stadt und der ganze Verein stehen eng zusammen und nur so konnten wir uns durch die bisherigen Serien Kämpfen. Mit den Red Wings, Tampa und den Flyers hatten wir jede Runde einen Top Gegner auf Augenhöhe und stehen nun im Finale und können, egal wie die Finalserie ausgeht, Stolz auf einen tolle Saison zurückblicken.“

Was war der schwierigste Moment auf diesem Weg?

Jay-Jay: „Das war definitiv der 0:2 Rückstand gegen die Dallas Stars. Gegen den befreundeten GM taten wir uns vom Start weg sehr schwer, nach zwei völlig verdienten Niederlagen standen wir mit dem Rücken zur Wand. Dort dann doch mit 4:2 aus der Serie rauszugehen hat uns dann aber auch gezeigt, dass mit dieser Mannschaft in dieser Saison der große Wurf möglich ist.

Bengel: „Der schwierigste Moment war im nachhinein gesehen der glückliche Overtimesieg gegen die Flyers. Philly war in den ersten Partien der Serie besser und wenn dieses Spiel verloren gegangen wäre hätten wir mit 0:3 in der Serie mit dem Rücken an der Wand gestanden. “

Ist die Topform schon erreicht oder kann Ihr Team in Finale noch zulegen?

Jay-Jay: „Ein bisschen mehr Konstanz im Spiel wäre schön – für mein Gefühl brauchen wir noch etwas zu lange, um uns auf den Gegner einzustellen. Offensiv kreiselt die Maschine schon sehr gut, das eine oder andere Powerplay-Tor mehr wäre aber für die Spielverläufe auch ganz hübsch. Und die zweite Linie darf auch gerne noch ein Tor mehr beisteuern – da ist die Top-Formation bisher doch recht alleine gewesen.

Bengel: „Die Form der Einzelspieler ist gut, aber wir müssen als Mannschaft agieren um gegen die Jets zu bestehen. Natürlich passieren Fehler, diese gilt es jedoch zu minimieren und dann ist vieles möglich.“

Was wissen Sie über Ihren Gegner und auf was werden Sie im Finale besonders Acht geben?

Jay-Jay: „Gegen Toronto hat es im Laufe der letzten zwei Saisons schon viele interessante Spiele gegeben. Die Leafs sind unglaublich sicher an der Scheibe, binden immer wieder sehr effektiv ihre Abwehr ins Spiel nach vorne eine, und sind im Breakaway so sicher wie kein anderes Team. Dementsprechend wird die Arbeit in der neutralen Zone entscheidend sein. Keine schnellen Angriffe zulassen, und in der eigenen Defensive viel blocken, und dann selbst die Scheibe zügig und ohne Aufbaufehler nach vorne transportieren.

Bengel: „Was ich über unseren Gegner weiß? Alles 🙂 Nein Spaß, wir wissen dass die Jets eine überragende Saison gespielt haben, sehr facettenreich im Angriff sind und eine solide Verteidigung besitzen. Außerdem stellt GM JayJay seine Mannen immer sehr gut auf den Gegner und dessen spielerische Mittel ein, wie wir in den vorigen Duellen in der NHL und der Alpenliga erfahren durften/mussten. Schaut man auf die Scorerliste weiß jeder auf was wir besonders Acht geben müssen. “

Was sind ihre Waffen für die Final-Serie und haben Sie noch Joker in der Hinterhand?

Jay-Jay: „Unsere offensichtlichste Waffe ist unsere erste Sturm-Formation aus Laine-Scheifele-Wheeler. Sie haben den Playoffs bisher ihren Stempel aufgedrückt und ihre Gegner zwra nicht dominiert, aber immer wieder wichtige Treffer erzielt. Viel wichtiger aber: War diese Reihe auf der Fläche, gab es kaum Angriffe der gegnerischen ersten Reihe. Funktioniert unser Powerplay, sorgt es für Angst und Schrecken, auch das kann uns helfen. Soetwas wie ein Joker wird sicher unsere Anpassungsfähigkeit sein – egal was unsere Gegner bisher aufgefahren haben, wir konnten immer den Hebel richtig ansetzen und eine Lösung finden. Gegen eine starke Mannschaft wie die Maple Leafs wird das ganz ganz wichtig sein. Und ein weiterer starker Punkt: Keine vierte Reihe hat in den Playoffs bisher so gut gescort wie die Formation Copp-Lowry-Petan.

Bengel: „Unsere größte Waffe ist der Teamgeist, der Wille und die Ausgeglichenheit im Kader. Bei uns kann jede Reihe scoren und wir haben keinen Superstar auf den das Spiel in irgendeiner Weise zugeschnitten wäre. Wenn F. Andersen seine Form hält können wir auch auf einen sehr starken Rückhalt im Tor vertrauen. Einen speziellen Joker haben wir nicht. Unsere Jungs sind alle Fit und in Form das dürfte als Joker reichen ;). “

Wer geht aus Ihrer Sicht als Favorit in die Serie?

Jay-Jay: „Einen Favoriten gibt es meiner Meinung nach nicht. Beide Teams hatten sehr starke Hauptrunden,und ebenso starke Playoffs, beide Teams sind in Form, kennen sich gut. Hier ein Team hervorzuheben, würde dem Gegner nicht gerecht.

Bengel: „Das ist schwer zu sagen, aber wenn man die Zahlen sprechen lässt sind die Jets der Favorit. In der Regular Season einen Platz vor uns. Die letzten 2 von 3 GM Duellen konnte JayJay für sich entscheiden und die anderen GM’s sind sich auch einig, dass Jay der beste GM der Saison ist. “

Was erwartet die Fangemeinde zu Hause?

Jay-Jay: „Eine Mannschaft die alles gibt, und den ersten NHL-Titel für den GM zu holen. Es wird sich in jeden Schuss geworfen, keine Scheibe verloren gegeben, und mit jeder Menge disziplin für das große Ziel gearbeitet. Die Spiele werden nicht immer schön werden, etwas für die virtuosen Fans wird es wohl nicht geben – aber das darf in einem Finale um den großen Pott auch nicht erwartet werden. Die Stimmung im MTS Centre kann ebenfalls noch ein wichtiger Faktor werden – wir hoffen also , dass unsere Fans dem Team auch etwas gebeen, was wir nicht erwartet haben.

Bengel: „Die Fans sind natürlich genuso heiß auf den Cup wie die Spieler. Lange genug ists her, dass in Toronto der Stanley Cup während der Siegesfeier in den Himmel gereckt wurde. “

Wer macht das Rennen, wer holt Lord Stanley nach Hause?

Jay-Jay: „Die Vorsicht der Vorwochen ist hier wohl nicht mehr angebracht: Wer das Finale spielt, der will es auch gewinnen, alles andere wäre eine Enttäuschung. Der Cup geht an meine Winnipeg Jets.

Bengel: „Die Chancen stehen 48:52 aus unserer Sicht von daher kann ich keine Prognose abgeben. Wir werden sehen 😉
Auf eine geile FInalserie!“

Tipp:
Ergebnisse Regular Season: 1-1 Siege (3-2 / 0-3) aus Sicht Winnipeg
Chancen : 51:49 für Winnipeg, PSHL Tipp: 4:3 Sieg Winnipeg Jets