Preview NHL Playoffs 1st Round

Die PSHL steht wie jedes Jahr um diese Zeit kurz vor dem Start in die Playoffs – auch in der Saison 2017/18 verspricht die erste Runde einiges an interessanten Duellen. Zwar scheinen einige Duelle schon im Vorfeld entschieden, und doch hat die Vergangenheit gezeigt, dass besonders in den Playoffs jede Menge Überraschungen möglich sind. Hier also ein kleiner Ausblick auf die Duelle der ersten Runde.

EASTERN CONFERENCE
Tampa Bay Lightning (A1) vs. Pittsburgh Penguins (WC1)

Eines der wohl spannendsten Duelle der ersten Runde wartet zwischen den Lightning und den Penguins. Tampa Bay scheint mit „nur“ 106 Punkten eine für seine Verhältnisse durchschnittliche Vorrunde gespielt zu haben, doch weit gefehlt – hätte in Florida das Eis gehalten und hätten die Herren aus der Amalia Arena nicht einen Großteil ihrer Spiele absagen müssen, wären wohl ein großer Brocken mehr Punkte drin gewesen. Den können die Mannen aus der Steel City auf der anderen Seite vorweisen. Ein Blick auf die Statistiken zeigt, es wird ein Duell von Power gegen Power. Kucherov, Stamkos, und ein überragender Vasilevski auf der einen Seite, Crosby, Malkin, Kessel und der ebenfalls nicht zu unterschätzende Murray auf der anderen Seite. Hier wird nicht eine schwäche entscheiden, sondern wer es besser schafft, seine Stärke dem Gegner aufzuzwingen. Haben die Eismeister in Tampa Bay die Problematik zum Playoff-Start einigermaßen im Griff, könnte hier die Erfahrung der Lightning den Ausschlag geben. Vorausgesetzt es bleibt kalt genug – TAMPA BAY IN 7

Detroit Red Wings (A2) vs. Montreal Canadiens (A3)

Ein Duell zwischen zwei konstanten Teams, welche sich beide nicht durch großes Trara, sondern durch klare, gradlinige Arbeit auszeichnen. Einen Schönheitspreis wird wohl keines der beiden Teams in der ersten Runde gewinnen, und doch verspricht es ein hochinteressantes Duell zu werden. Während bei Detroit besonders die Tiefe des Lineups überzeugt (Spieler wie Mantha oder Athanasiou sind wohl nicht jedem unbedingt ein Begriff, sind aber wichtige Stützen), hofft man in Montreal wohl am ehesten, dass die heißen Eisen wie Shea Weber, Carey Price und Max Pacioretty den von der Deadline völlig disintegrierten Kader noch irgendwie auf Kurs halten. In einer Serie, die von vielen einfachen Schüssen, anstatt von großartigem Kombinationshockey dominiert werden dürfte, setzt sich am Ende das Team mit der größeren Beharrlichkeit durch – denn geschenkt geben wird es hier rein gar nichts. Letztendlich entscheidet der Münzwurf – der ergibt in der Pressestelle DETROIT IN 7

Philadelphia Flyers (M1) vs. Florida Panthers (WC2)

Still, leise und ohne viel Aufsehen spielten die Flyers eine Vorrunde für die Geschichtsbücher. 71 Siege und nur 11 Niederlagen führten zu 145 Punkten, einsame Liga-Spitze. Die Abwehr, angeführt von Brian Elliot im Tor und den jungen wilden Gostisbehere und Provorov ist ebenfalls die beste der gesamten Liga, vorne schwingen mit Giroux und Voracek zwei absolute Ausnahmetalente das Zepter. Dementsprechend können einem die Panthers trotz starker Vorrunde nur Leid tun – zwar spielt das Team aus dem Süden von Florida mehr als ordentliches Hockey und hat mit den Herren Barkov, Huberdeau und Ekblad auch große Feuerkraft in den eigenen Reihen, doch gegen die Mauer aus Philadelphia war es in diesem Jahr ohnehin nur in elf Partien gelungen den Flyers etwas abzunehmen. Dementsprechend dürfte auch die erste Playoff-Runde eine ganz klare Sache werden. Die Pressestelle wünscht sich eine Überraschung von mindestens einem oder mehr Siegen für die Panthers, tippt aber PHILADELPHIA IN 4

Washington Capitals (M2) vs. New York Rangers (M3)

Während in der Serie Tampa-Pittsburgh mit roher Taktik-Gewalt auf den Sieg gegangen werden dürfte, erwartet die Zuschauer bei dieser Serie einiges an taktischem Geschick. Sowohl in der Hauptstadt, als auch im Big Apple sitzen taktisch ausgereifte Trainer-Füchse, die in ihren Vorrunden bewiesen haben, dass sie mit allen Wassern gewaschen sind und auf fast jede taktische Alternative auch eine passende Antwort haben. Die Offensive der Capitals bedarf keiner weiteren Vorstellung, Backström, Ovechkin und Kuznetsov werden feuern was das Zeug hält und einiges an Treffern besorgen. Den von der Trade-Deadline gebeutelten Blueshirts muss derweil etwas einfallen, um mit den begrenzten eigenen Spieler-Qualitäten gegen die Capitals zu bestehen – doch in allen anderen bisherigen Wettbewerben haben die Verantwortlichen der Rangers bereits bewiesen, dass gerade das eine ihrer größten Stärken ist. Somit erwartet die Presseabteilung auch in dieser Serie ein Entscheidungsspiel – am Ende setzt sich aber die größere Fire-Power, sowie das Streben nach einer Finalteilnahme der Hauptstädter durch – CAPITALS IN 7

WESTERN CONFERENCE
Nashville Predators (C1) vs. Chicago Blackhawks (WC2)

Die Predators lieferten sich lange Zeit mit den Jets ein Kopf-an-Kopf Rennen um die Krone im Westen, setzten sich am Ende aber mit dem längeren Atem verdient durch und holten sich so den Sieg in der Central Division. Mit dem wohl tiefsten Sturm-Lineup der Liga pflügte das Team aus Tennessee nur so an den Gegnern vorbei und war kaum einmal zu besiegen. Dementsprechend rechnen die Verantwortlichen aus Chicago mit einer klaren Angelegenheit zu Gunsten der Predators – und doch dürften die Herren Kane, Toews, Keith, Seabrook und Crawford sich nicht so einfach geschlagen geben, wie es die Führungsetage prophezeit. Bekannt ist nämlich auch, gehen die Hawks einmal in Führung, können sie per Schneeballeffekt schnell in einen Rausch geraten, dem selbst die Predators nicht gewachsen wären. Am Ende dürften sich die Predators mit ihrer spielerischen Qualität zwar durchsetzen, doch so einfach wie es auf dem Papier scheint, wird es sicher nicht. PREDATORS IN 6

Winnipeg Jets (C2) vs. Colorado Avalanche (C3)

Der aktuelle NHL Champion Winnipeg gegen ein überraschend starkes Colorado. Ein Duell welches ebenfalls eine spannende Ausgangslage bietet. Die Jets werden als Favorit in die Serie gehen, hat man doch im vergangenen Jahr eindrücklich bewiesen dass man sich nach einer starken Qualifikation in den Playoffs noch steigern kann. Zudem hat man mit Patrick Laine und Mark Scheifele zwei der stärksten 4 Skorer in den eigenen Reihen und wenn die Jets hier auch diese Saison auf die Playoffs nochmals einen Gang zulegen können, wird es sehr schwierig sein für Colorado hier mitzuhalten. Doch die Avs sind keineswegs zu unterschätzen. GM Christopf hat in der Regular Seaoson mit Rang 3 in der Central Divison und satten 110 Zählern bewiesen wie stark das Team aus Denver ist. Das waren gerade mal 7 Siege weniger als der Champion. Wenn es den Jets zu Beginn der Serie nicht laufen sollte, wird es ganz gefährlich gegen die Avs und der grosse Favorit könnten dann ein blaues Wunder erleben. JETS IN 5

Edmonton Oilers (P1) vs. Dallas Stars (WC1)

Bei den Oilers spielte man wie in jeder Saison eine grundsolide Hauptrunde, die ohne große Anstrengung in der Krone der Pacific Division gipfelte. Zwar profitierte man vom GM-Scharmützel in San Jose, sonst wäre es wohl nur Platz 2 gewesen, doch ist Edmonton mit seiner immer gefährlichen Offensive um McDavid und Draisaitl ein absolut würdiger Vertreter. Auf der anderen Seite muss man sich fragen, wo die Form der Mitte der Saison in Dallas geblieben ist. Auf dem Weg in die Playoffs verspielte man die sicher geglaubte Direkt-Quali in der Central Divison und muss so mit dem Division-Sieger aus der anderen Gruppe vorlieb nehmen – kein einfacher Weg also für die Stars. Dallas hat mit Radulov, Seguin und Benn eine absolut formidable erste Reihe auf dem Eis, hinten raus ist der Sturm aber beängstigend dünn besetzt – das könnte vor allem in kritischen Situationen der Beinbruch sein. Findet Dallas für die Endrunde seine Form nicht wieder, marschiert Oil-Country durch – ansonsten wird das aber garantiert eine heiße Serie auf allerhöchstem Niveau – die Stars werden einen Weg finden – DALLAS IN 7

San Jose Sharks (P2) vs. Vancouver Canucks (P3)

Die Sharks hatten den Betrieb schon eingestellt und schafften es trotzdem, mit überragenden ersten Dreivierteln der Saison sogar noch mit Heimrecht in die Playoffs. Fans gingen bereits auf die Barrikaden als die Vereinsführung bekanntgab, dass ausgerechnet der GM der Los Angeles Kings für die Playoffs das Ruder übernehmen würde. So wartet in der ersten Runde ein freundschaftlich aufgeladenes Prestigeduell, bei dem eine Prognose fast unmöglich ist. Auf der einen Seite die Sharks, die angeführt vom neuen Trainer zeigen wollen, dass die Mannschaft auch unter anderer Führung stark sein kann, auf der anderen Seite neben den Canadiens die Mannschaft mit der wohl größten Entwicklung der letzten Jahre – Die Canucks haben es verstanden mit einfachsten Mitteln Erfolgreich zu sein. Solange die Canucks nicht von ihrer Taktik abweichen und gnadenlos einfaches Hockey zelebrieren, haben es die Sharks, egal unter welcher Führung, schwer. Auch weil die Sedins hier ihren Abschied feiern – CANUCKS IN 7