Preview NHL Playoffs Conference Finals

Drei gespielte Serien, drei mal setzte sich der Sieger mit 4:1 Spielen durch – in den Conference-Finals der PSHL Saison trifft der amtierende Champion aus Winnipeg auf die Dallas Stars, während es die Washington Capitals mit den Tampa Bay Lightning zu tun bekommen.

Eastern Conference

Washington Capitals vs Tampa Bay Lightning

Die Capitals warten im Eastern-Finale auf einen Gegner, mit den Lightning kommt, wie es sich für ein Halbfinale gehört, ein echtes Schwergewicht. Die Capitals hatten lange Pause, konnten den Kopf frei kriegen und sich ganz in Ruhe einen Schlachtplan überlegen – ein Vorteil? Tampa Bay hingegen kommt mit jeder Menge Schwung aus der Serie gegen die Detroit Red Wings, die trotz eines Sieges im ersten Spiel am Ende deutlich das Nachsehen hatten. Tampa Bay steht für bedingungslose Offensive und kann wohl in jedem anstehenden Spiel mindestens drei Tore einplanen, bekommt an guten Tagen aber auch gerne Mal sechs Treffer durch die eigenen Reihen auf das Scoreboard. Washington spielt wohl mit etwas mehr taktischer Finesse, doch gerade weil die Lightning nie ganz in Schach gehalten werden können, braucht es auch von den Capitals Tore ohne Ende, soll der Weg ins Stanley Cup Finale weiter gehen. Viel wird bei all der Power daher auch an den Torhütern halten. Sowohl Vasilevskij in Tampa, als auch Holtby in Washington gehören unbestreitbar zu den besten ihres Fachs – erwischt einer einen schlechten Tag kommt das einer sicheren Niederlage gleich. Sollten die Torhüter sich nichts nehmen, dürfte auch den Special Teams eine wichtige Rolle zukommen. Es ist klar, es werden die Kleinigkeiten entscheiden – hier wird keines der beiden Teams leichtes Spiel haben, es könnte eine der besten Serien der Liga-Geschichte werden. Wer sich am Ende durchsetzt, eine 50-50-Entscheidung. Der Münzwurf fällt für die Hauptstadt – Capitals in 7!

Western Conference
Winnipeg Jets vs Dallas Stars

Der Champion aus Winnipeg scheint auch wie in der vergangenen Saison in den Playoffs noch einen Zahn zulegen zu können – in einer mit viel Spannung erwarteten Serie gegen die Nashville Predators setzten sich die Kanadier überraschend deutlich mit 4:1 Spielen durch. Die Dallas Stars machten mit den Vancouver Canucks ähnlich kurzen Prozess, auch hier schaffte das unterlegene Team nur einen Sieg. Wer sich in dieser Runde am Ende durchsetzt ist im Vorfeld völlig unklar. Keine zwei Teams in dieser Liga haben so viele Testspiele gegeneinander gespielt wie die beiden Gms, beide wissen genau was kommt und sehen der Serie mit Schrecken entgegen – unter Freunden spielt es sich bekanntlich schlecht. Die Jets hatten gegen Nashville eine überragende Offensive, während diese bei den Stars noch etwas stockte. Andererseits kassierten die Stars kaum Gegentore – dort tun sich die Jets wie schon so häufig etwas schwerer. Im Tor hat zumindest auf dem Papier Winnipeg leichte Vorteile – Hellebuyck gegen Bishop verspricht trotzdem ein spannendes Duell zu werden. Blickt man auf die Kader, so haben die Jets einen deutlichen Vorteil – doch hat das GM Albiol noch nie gestört – er hat mit Teams wie Augsburg und Weißrussland bereits bewiesen, wie viel mit kleinen Mitteln möglich ist. Am Ende könnte auch hier das Powerplay entscheiden – der Regenschirm in Dallas, sowie die Skandinavien-Power in Winnipeg bringt aber auch hier keinen Favoriten zu Tage – doch die grössere Routine setzt sich schlussendlich durch und die Jets ziehen zur Titelverteidigung in den Stanley Cup Final ein – Winnipeg in 6!