Season Preview: Atlantic Division

Die NHL-Saison 2017/18 in der PSHL steht vor der Tür – Zeit, für einen Blick auf die 31 Teams, die in der kommenden Saison in den Kampf um den Stanley-Cup ziehen. Die Umfrage unter den Gms ergab dabei die Titelverteidiger Winnipeg Jets (15 Nennungen) als Favoriten auf den Titel, aber auch Tampa Bay (6), Nashville (6), Washington (5), Philadelphia (4), Edmonton (3), Dallas (2), San Jose, Pittsburgh, Montreal und Chicago (jeweils 1) werden Chancen auf den Cup eingeräumt. Auch Veränderungen im Kader, im Management, Erwartungen an die (neuen) Trainer, die eigene Mannschaft und das eigene Spiel sind Thema. Jedes Team wird hier im Folgenden genau unter die Lupe genommen. Ein Blick auf die Atlantic Divison…..

 

Die Bruins gehen ohne große Veränderungen in die neue Spielzeit. Geführt von GM Der_Kitte, der in seine nächste Saison in Boston geht, steht immer noch der alte Kern im Vordergrund. Körperlich angeführt vom Alt-Start Zdeno Chara, stehen dahinter mit Spielern wie Brad Marchand und Patrice Bergeron absolute Top-Leute zur Verfügung, kann David Pastrnak noch rechtzeitig unter Vertrag genommen werden wird die Offensive erneut ein starker Part sein. Nimmt man dann die junge Abwehr um Spieler wie Charlie McAvoy und die Millers hinzu, ist auch mit genügend Power von der Blauen Linie zu rechnen. Die Bruins unter Kitte trainieren aktuell so hart, dass der GM nicht für ein ausführliches Interview zur Verfügung stand. Nur so viel ließ er verlauten: „Wir arbeiten seit zwei Wochen sogar in der Nachtschicht, sitzen tagsüber dann noch vier Stunden im Office, um die Gegner zu analysieren, Reihen zusammenzustellen und die richtige Herangehensweise zu finden.“ Zwar waren die letzten Jahre in Bean-Town nicht unbedingt von Erfolg gekrönt, nimmt man aber die Menge der Arbeit in der Off-Season zum Maßstab, darf getrost mit mehr Siegen als in den Vorjahren gerechnet werden. Zwar steht eine direkte Qualifikation nicht wirklich im Raum, schaffen die Bruins es aber, ihr Spiel nachhaltig zu stabilisieren und etwas gefährlicher zu werden, kann zumindest sehr lange um einen Wild-Card-Spot mitgespielt werden.

 

Im Raum New York wurde im Sommer viel verschoben – so steht mit GM Andrey_Witt ein komplett neues Gesicht hinter der Bande bei den Sabres. Im Kader wird erneut viel an den jungen Wilden hängen. Wenn Spieler wie Rasmus Ristolainen, Jack Eichel und Evander Kane nicht über die gesamte Saison ihr volles Potential abrufen, kann es ganz schnell ganz düster werden. „Die Play-Offs sind ein großes Ziel, ich muss aber erst schauen, wie ich in der Liga zurecht komme. Ein weiteres Ziel ist es schönes Hockey zu spielen, und vor Allem Spaß zu haben“, sich der neue Verantwortliche eher zurückhaltend. In der eigenen Division wollen die Sabres besonders die großen Rivalen hinter sich lassen, erklärt Andrey_Witt: „Tampa Bay wird sicher sehr stark sein, als Presidents Trophy Winner, dann Montreal, danach so hoffe ich sollte ich sollte es ein enges Rennen zwischen Ottawa, Florida, Boston, Toronto und Buffalo geben. Wobei ich am liebsten die Sens als Rivalen meiner geliebten Leafs hinter mir lassen möchte.“ Das Motto in Bufallo lautet eigentlich relativ einfach: „Mein Spiel ist eher offensiv ausgelegt, wobei ich aus einer gut organisierten Defensive das Spiel entscheiden muss.“ Um es in die Play-Offs zu schaffen, muss Konstanz ins Spiel der eigenen Mannschaft, fordert der Manager: „Zu meinen Stärken zähle ich die ganz klar die variable Offensive. Meine große Schwäche ist das ich ziemlich unkonstant bin, und nicht immer auf dem gleichen Level spiele. Warum auch immer, manchmal will ich dann einfach zu viel, oder ich sehe gute Sachen beim Gegner, möchte diese ebenso in mein Spiel aufnehmen. Dann läuft es zeitweise überhaupt nicht.“ Wenn die Sabres ihr Spiel häufig aufs Eis bringen, ist im Wild-Card rennen ein guter Konkurrent für den Rest hinzugekommen. Zu viel sollte aber von einem Neuling nicht erwartet werden.“

 

In der Motor-City kommt in diesem Sommer endlich zusammen, was zusammen gehört. GM Rosendorf bekam nach dem Abgang des GM Typolino im Grunde sofort ein Angebot der Red Wings – und zögerte keine Sekunde. Um es wie sein Vorgänger erneut in die Play-Offs zu schaffen, wird sich der neue Mann hinter den Kulissen aber gewaltig strecken müssen. Auch, weil die Leistungsträger wie Hendrik Zetterberg nicht jünger werden, und weil vergleichsweise wenig junge, schlagkräftige Spieler zur Verfügung stehen. Gleichzeitig steht mit Andreas Athanasiou ein Spieler noch immer nicht unter Vertrag, der mit seinem körperlichen und schnellen Spiel sicher für Unruhe sorgen könnte. Die Endrunde soll aber erreicht werden, komme was wolle: „Das Saisonziel von mit und den Red Wings ist das erreichen der Play-Offs. Persönlich würde ich dann auch gerne mindestens eine Partie in selbigen gewinnen, was mir mit Arizona leider nicht gelungen ist.“ Dabei wird entscheidend sein, ob der erfahrene GM die Geduld mit seiner Mannschaft in engen Spielen nicht verliert, und ob er hohe Rückstände sowie Niederlagen einfache abschütteln kann, als noch im Vorjahr: „Obwohl ich persönlich mit Arizona einige Erfolge erkämpfen konnte, haben mich vor allem unnötige Niederlagen extrem aus dem Konzept gebracht und verzweifeln lassen. Manche Spiele konnte ich nicht so abschütteln und vergessen, wie ich das eigentlich möchte, da ich den maximalen Erfolg wollte und selten mit dem erreichten zufrieden war. In Detroit habe ich mir vorgenommen, dass ich alles etwas entspannter angehe, um so zum Erfolg zu kommen. Ich denke, dass, wenn man zu verkrampft ist, sich kein Erfolg einstellen kann“, scheint Rosendorf eine Lösung gefunden zu haben. Das eigene Spiel soll ebenfalls den Gegebenheiten in der Liga angepasst werden: „ Ich muss mein Spiel variabler gestalten und nicht nur an einer Strategie festhalten darf. In diesem Sinne war meine erste Saison in der PSHL sehr lehrreich und ich hoffe, dass ich (über den Sommer) die richtigen Schlüsse gezogen habe und diese auch auf dem Eis umsetzten kann.“ Hinter Tampa Bay, die die Division wohl erneut dominieren werden, sieht Rosendorf seine Wings in guter Position im Kampf um die Endrunde, lässt er durchblicken: „Ich hoffe, dass wir beim Kampf um Platz 2 und 3 lange dabei bleiben können und uns auch einen von beiden Plätzen am Ende sichern können.“

 

Der wohl prominenteste Abgang bei den Panthers war natürlich der von Alt-Meister Jaromir Jagr, der trotz vorherigen Versprechens keinen neuen Vertrag in Florida bekam. Ganz anders der Manager, hier geht die Legende Rooba in sein zweites Jahr und hofft, im Rennen um den Cup in dieser Saison ein gehörig lauteres Wörtchen mitreden zu können, als noch in der Vorsaison. Gestützt auf einen starken Goalie, Roberto Luongo, steht eine ordentliche Abwehr zur Verfügung. Angeführt von Aaron Ekblad, der den nächsten Schritt nach vorne machen will, sind Spieler wie Keith Yandle, Jason Demers, Mike Matheson und Alex Petrovic allesamt überdurchschnittliche Akteure, die auch alle wissen wie man die Scheibe auf über 150 Studenkilometer beschleunigt. Nimmt man dann noch den Angriff hinzu, kann einem durchaus Angst und Bange werden. Jonathan Huberdeau, Aleksandr Barkov,Vincent Trochek, Nick Bjugstad – alle diese Namen sprühen nur so vor technischer Finesse, Geschwindigkeit, und gutem Abschluss. Zünglein an der Waage dürfte werden, ob die junge Mannschaft ohne Rat und Tat von Veteran Jagr zu jedem Zeitpunkt in der Spur bleiben kann, oder ob die fehlende Führungsqualität sich in der starken Division irgendwann bemerkbar macht. Wichtig werden auch die Spiele gegen die direkten Konkurrenten. Teams wie Montreal und Detroit gehen mit neuem Elan in die Spielzeit und dürften starke Spiele liefern. GM Rooba stand leider nicht für ein Interview zur Verfügung.

 

Montreals Sommer verlief, wie es fast schon üblich ist, mit sehr gemischten Gefühlen. Auf der einen Seite wurde (natürlich) mit GM Nolan verlängert, auf der anderen Seite trafen die Besitzer zum wiederholten Male recht fragwürdige Entscheidungen, was den Kader betrifft. So kam zwar mit Jonathan Drouin aus Tampa Bay der lang ersehnte Knipser und Star-Spieler nach Montreal, gleichzeitig sieht es aber besonders in der Defensive recht düster aus, erklärt der Manager: „Da sind ausser Weber und Petry nicht mehr viele übrig. Beaulieu wurde quasi verschenkt. Mit Yemelin, Markov und Sergachev viel Power abgegeben. Ob das durch Alzner, Schlemko und Streit aufgefangen werden kann? Da habe ich so meine Zweifel.“ Um trotz der wenig zufriedenstellenden Personalentscheidungen weiter auf die Play-Offs schielen zu dürfen, reicht ein Blick in die abgelaufene Saison: „Im letzten Jahr habe ich wohl gegen jedes Team einmal gewinnen können oder zumindest war ich selbst gegen Topleute nicht chancenlos. Zudem konnte ich viele Spiele drehen. Man darf nicht aufgeben und sich auch nach Rückständen einfach wieder fokussieren. Die Defensivleistung aus dem Vorjahr sollte das Zeil sein.“ Die Defensive der Habs steht und fällt mit dem Goalie, aber auch im Angriff braucht es erneut einiges an Fire-Power, fordert der GM: „Wichtig wird wieder Carey Price ! Dazu wäre es schön wenn Galchenyuk nochmals solche eine Topsaison spielen würde. Er machte im letzten Jahr nicht nur viele Punkte sondern meistens die entscheidenden. Auf der Bank bleibt erst einmal keiner. Jeder bekommt eine faire Chance !“ Für den Einzug in die Endrunde lautet das Rezept „Same procedure as last year“, so Nolan: „Ich habe die Möglichkeit auch gegen Topspieler mal Spiele zu gewinnen. Im letzten Jahr ist es mir dann gelungen die negativen Überraschungen gegen vermeintlich schlechtere Spieler einzudämmen :). Deshalb kam ich in die PO. Somit muss ich das nur wiederholen.“

 

Die Senators begrüßen GM Reduceme an der Bande und wollen zurück in die Play-Offs. Am Kader hat sich sehr wenig getan – das war aber auch absolut nicht nötig. Im Tor steht mit Craig Anderson ein starker Starter zur Verfügung, mit Mike Condon ein überaus solider Backup. In der Defensive prangt Erik Karlsson als absoluter Superstar über allen, aber auch in der Tiefe stehen mit Dion Phaneuf und Codi Ceci starke Spieler zur Verfügung. Der Angriff der kanadischen Hauptstädter zählt derweil wohl zu den schnellsten der gesamten Liga. Spieler wie Bobby Ryan, Mike Hoffmann, Derek Brassard und Mark Stone sind pfeilschnell – gute Voraussetzungen für den Spielstil unter Reduceme. „Ich hoffe, dass wir in Ottawa in diesem Jahr in die Play-Offs kommen. Auch, wenn wir natürlich wissen, dass es sehr schwer wird“, gibt sich der Verantwortliche betont vorsichtig. Damit möglichst lange durchgehalten wird im Kampf um die Endrunde wollen die Senators möglichst wenige Tore kassieren: „Am wichtigsten wird die eigene Defensive sein. Daran werden wir sehr hart arbeiten“, so Reduceme. Für die Play-Offs müssen mindestens drei Teams hinter den Senators ins Ziel kommen – der GM rechnet vor: „Eine sehr schwere Division. Wir hoffen, dass wir Bufallo, Florida und Detroit hinter uns lassen können. Damit das klappt, hofft er auf Top-Leistungen aus den hinteren Reihen: „Ich erwarte viel von Alex Burrows, und auch Johnny Oduya wird eine wichtige Rolle in unserem Spiel spielen.“ Egal wie die Saison verläuft, aufgeben kommt in Ottawa nicht in Frage, erklärt der Manager: „Meine große Stärke ist, dass ich niemals aufhöre zu kämpfen!“ Mit viel Kampf und großem Durchhaltevermögen, sowie einigen Stolperern bei den großen Konkurrenten, sind die Play-Offs möglich. Dafür muss aber auch wirklich alles zusammen laufen.

 

Trotz guter Hauptrunde misslang der Griff nach dem Titel für die Lightning. GM Meat2 wurde aber ohne große Umschweife im Amt bestätigt und geht so mit wenig verändertem Kader erneut auf Titeljagd. „Wir können mit der Offseason sehr zufrieden sein. Oberste Priorität hatte die Vertragsverlängerung von Tyler Johnson und Ondrej Palat. Wir konnten beide Schlüsselspieler langfristig an den Verein binden. Leider konnten wir Flügelstürmer Jonathan Drouin nicht halten und mussten ihn nach Montreal traden. Dafür kam aber mit Sergachev ein junger und talentierter Verteidiger zu uns, der es schon in dieser Saison in den Profikader schaffen könnte“, fasste er die Sommerpause seines Teams zusammen. Wie für viele Top-Teams auch wird im Süden Floridas tief gestapelt, über die Endrunde wird noch nicht gesprochen: „Das oberste Ziel ist auch in diesem Jahr das erreichen der Play-Offs. Auch wollen wir wieder im Kampf um den Divisionsieg ein Wörtchen mitreden. Alles was danach kommt, werden wir dann sehen.“ Damit im Kampf um die Plätze, und auch im Kampf um den Titel dieses Jahr der nächste Schritt folgt, liegt das Augenmerk im Sunshine-State vor allem auf der Abwehrarbeit, erklärt der GM: „Gerade in der letzten Saison haben wir gemerkt, dass wir in der Defense zu oft zu unkonzentriert waren. Dies versuchen wir in der neuen Spielzeit zu verbessern.“ Wenn sich das Team diese Aufgaben zu Herzen nimmt, kann die Mannschaft den Division-Titel definitiv holen, denn die Lightning sind im Angriff eines der effektivsten Teams der gesamten Liga. Auch deswegen geht Meat positiv gestimmt in die Saison: „An unserem Spielstil werden wir nicht viel ändern. Die Offensive und die Chancenverwertung vor dem Tor waren unsere Stärken in den letzten Jahren. In der Defense wollen wir dieses Jahr noch etwas sicherer stehen und weniger Schüsse zulassen.“ Mit geballter Offensive, starken Goalie, und eventuell ein paar Gegentoren weniger sind die Lightning auch in dieser Saison ein absoluter Titel-Kandidat.

 

Die Maple Leafs haben eine hoch interessante Off-Season hinter sich. Nachdem die Franchise in der Vorsaison unter Bengel-Reloaded bis ins Stanley-Cup Finale vorgedrungen war, dort aber trotz 2:0-Führung an Winnipeg scheiterte, warf der GM das Handtuch und zog sich aus dem Spielbetrieb zurück. Mit Adler15a steht nun der Ex-GM der Anaheim Ducks in der wohl pikantesten NHL-Metropole hinter der Bande. Dass es wohl kaum möglich wird, den Erfolg des Vorgängers sofort zu reproduzieren, weiß der neue GM. Dementsprechend vorsichtig formuliert er die eigenen Ziele: „Wir wollen eventuell an den Play-Offs schnuppern.“ Im Kader wird besonders auf die Entwicklung der Jungstars Auston Matthews, Mitch Marner und William Nylander gesetzt. Die Verpflichtung von Patrik Marleau von den San Jose Sharks scheint da sehr sinnvoll, um mehr Führungsqualität ins Team zu bringen. „Eine gute Wahl für Toronto“, so Adler15a. Um Siege einzufahren, setzt der neue Verantwortliche auf eine Teamleistung: „Für mich zählt nicht ein Spieler egal wer es ist, sondern wir treten als gesamtes Team auf und nur so können wir stark sein.“ Trotz der wohl schweren Saison gibt sich das Management kämpferisch und will die großen Favoriten möglichst häufig ärgern, erklärt er: „Würde mal behaupten, dass jeder zu schlagen ist. Aber natürlich wird nie ein Gegner unterschätzt denn im Hockey ist alles möglich.“ Auch wenn es zwischendurch mal Niederlagen hagelt, will Adler15a vor Allem Einsatz sehen: „Eins kann ich verraten: Wir werden nicht aufgeben und kämpfen bis zum Schluss, egal wie der Spielstand aussieht.

 

Tipp PSHL-Presstelle:

Die Tampa Bay Lightnings sichern sich den Division Sieg. Dahinter qualifizieren sich mit Buffalo und Montreal zwei via direktem Weg in die Playoffs. Ob es für Detroit oder Florida für einen Wild-Card-Platz reicht muss sich zeigen. Toronto, Ottawa und Boston werden die Playoffs verpassen.