Season Preview: Pacific Division

Die NHL-Saison 2017/18 in der PSHL steht vor der Tür – Zeit, für einen Blick auf die 31 Teams, die in der kommenden Saison in den Kampf um den Stanley-Cup ziehen. Die Umfrage unter den Gms ergab dabei die Titelverteidiger Winnipeg Jets (15 Nennungen) als Favoriten auf den Titel, aber auch Tampa Bay (6), Nashville (6), Washington (5), Philadelphia (4), Edmonton (3), Dallas (2), San Jose, Pittsburgh, Montreal und Chicago (jeweils 1) werden Chancen auf den Cup eingeräumt. Auch Veränderungen im Kader, im Management, Erwartungen an die (neuen) Trainer, die eigene Mannschaft und das eigene Spiel sind Thema. Jedes Team wird hier im Folgenden genau unter die Lupe genommen. Ein Blick in die Pacific Division….

 

Die Ducks begrüßen ihre einzig wahre Lead-Ente zurück. Hinter der Bande vormals von Adler15a vertreten, ist nach einer Auszeit FlyOli zurück unter den Palmen. Mit diesem in der Führungsposition soll es für die, zumindest in letzter Zeit, nicht mehr ganz so mächtigen Ducks wieder auf Play-Off-Jagd gehen. Im Angriff stehen mit den altbewährten Kräften wie Corey Perry, Ryan Getzlaf und Ryan Kesler immer noch genügend starke Spieler zur Verfügung um die gegnerischen Abwerreihen das fürchten zu lehren. Kommt aus der zweiten Reihe, sprich von Spielern wie Rickard Rakell, Jakob Silfverberg und Nick Ritchie wieder mehr, sieht es düster aus für die gegnerischen Goalies. In der Abwehr drückt der Schuh auch kein bisschen. Zwar musste Shea Theodore nach Las Vegas abgegeben werden, mit Hampus Lindholm, Sami Vatanen, Cam Fowler und Josh Manson steht aber weiterhin eine starke Top-4 zur Verfügung, dahinter sorgt Kevin Bieksa für die nötige Härte und Stabilität. GM Fly-Oli stand für ein Interview leider nicht zur Verfügung.

 

Das Stühlerücken in Arizona könnte nun endlich ein Ende haben. Als GM LeMalkin71 seinen Hut nahm, kam Rosendorf, jetzt ist mit ecn75 ein neuer GM an Bord, der jede Menge NHL-Erfahrung mitbringt. Als vormaliger Coach der Dallas Stars könnte er die Wüstenhunde von nun an in ruhigeres Fahrwasser lenken. Das kann mit einem Kader, der immer noch im Umbruch steht, allerdings ein sehr schweres Unterfangen werden. Star-Goalie Mike Smith weilt inzwischen in Calgary, Kapitän Shane Doan hängt seine Schlittschuhe an den Nagel – Oliver Ekman-Larsson in der Abwehr, sowie Max Domi und Tobias Rieder im Angriff sind so ziemlich allein auf weiter Flur. Spieler wie Anthony Duclair, Jakob Chychrun, Brendan Perlini und Christian Dvorak müssen allesamt den nächsten Schritt machen, vielleicht sogar zwei, um den Coyotes von der reinen Offensiven Kapazität die nötigen Tore geben zu können. Auch auf den neuen Chef im Tor, Antti Raanta, kommt eine Menge Arbeit zu. Zwar stehen neben dem bereits erwähnten Ekman-Larsson mit Luke Schenn und Alex Goligoski noch zwei weitere ordentliche Defender zur Verfügung, danach wird es aber sehr schnell sehr düster. Ein Einzug in die Play-Offs scheint bei den Coyotes beim Blick auf das Line-Up utopisch. GM ecn75 stand für ein Interview leider nicht zur Verfügung.

 

Die Flames setzen auch in der neue Saison auf den altbewährten Coach SGygli – die Besitzer schicken ihn mit einer weiter verbesserten Mannschaft ins Rennen. Zwischen den Pfosten fehlt zwar Brian Elliot, die Lücke dürfte aber durch Mike Smith mehr als adäquat geschlossen worden sein. Im Angriff regieren die jungen wilden um Johnny „Hockey“ Gaudreau und Sam Bennett, dahinter steht die auf dem Papier wohl beste Defensive der NHL, angeführt vom absoluten Leader der Truppe, Mark Giordano. Im Kampf um die Play-Offs sind die Flames also bestens gerüstet. „Fast schon traditionell ist die Zielsetzung auch dieses Jahr wieder die Qualifikation für die Playoffs. Man hat aus den letzten 5 Saisons dieses Ziel nur einmal erreicht, also höchste Zeit dass es im Saddledome mal wieder Playoff-Hockey gibt. Daneben wird aber natürlich auch wieder der Brotherhood-Battle gegen die Kings sowie die Derbys gegen Edmonton und Vancouver wichtig sein. Gerade gegen die Canucks mit ihrem neuen Coach Klavkalash ist die Motivation doppelt groß in Alberta“, lässt SGygli forsche Töne hören. Das noch Verbesserungspotential besteht, gibt der Manager aber zu bedenken: „An der Erfahrung liegt es nicht. Diese ist mit dem Start der 6. Saison in Calgary genügend groß. Eher ist es ein Thema der Weiterentwicklung des Spielstiels. Und dabei gilt es in Calgary an der Konstanz, der Abschlussstärke und auch am defensiven Verhalten zu arbeiten.“ In der eigenen Division sind die Rivalitäten erfahrungsgemäß riesengroß: „Anaheim mit Rückkehrer FlyOli ist für Calgary immer hartes Brot. Gegen die Kings und Zwillingsbruder Daettwyler geht es sowieso immer um jeden Meter Eis auszugraben und mit den Arizona Coyotes mit GM ecn75, den Vancouver Canucks mit GM Klavkalash und den Vegas Golden Knights mit Coach ZSC-Zuercher SC stehen 3 bekannte etwa ebenbürtige Gegner in der Konkurrenz. Es wird entscheidend sein wie die Punkteausbeute gegen diese 5 Gegner aussieht. Wie erwähnt würde man natürlich gerne die Kings aber auch die Canucks hinter sich lassen.“ Knüpfen die Flames an ihre Vorsaison an und bringen endlich Konstanz in ihr Spiel, sind die Play-Offs definitiv wieder möglich für die Mannen aus Alberta.

 

Im vergangenen Jahr scheiterten die Oilers in den Play-Offs erst im Conference-Finale, dort waren die Jets aus Winnipeg etwas abgeklärter. Auch deswegen wurde in der Offseason auf dem Manager-Posten nichts verändert – GM Kornfelt bleibt am Ruder. Auch der Kader wächst von innen heraus. Spieler wie Connor McDavid, Leon Draisaitl und Ryan Nugent-Hopkins sind jung, und werden von Jahr zu Jahr stärker. Auch in der Abwehr um Adam Larsson und Oskar Klefbom muss sich niemand Sorgen machen, und seitdem Cam Talbot das Tor hütet, muss sich auch dort keiner mehr Gedanken machen. „Wir haben ein recht junges Team, das natürlich mit der Zeit immer teurer wird. Es wäre aber töricht unsere guten Spieler, deren Entwicklung noch lange nicht zu Ende ist, gehen zu lassen. Von daher sind wir zufrieden und verfolgen weiter unseren Plan, uns Schritt für Schritt zu verbessern“, meint auch Kornfelt selbst. Das Ziel wird dementsprechend klar formuliert: „Minimalziel sind wieder die Play-Offs. Natürlich ist es unser Traum und auch Ziel, bei der Cup Vergabe eine wichtige Rolle zu spielen.“ Im Conference-Finale gab es ein paar Gegentore zu viel, auch deswegen meint der Manager: „Offensive wins games, Defense championships. Wir müssen hinten kompakter spielen. Letzte Sasion bekamen wir einfach zu viele Gegentore.“ Auch wenn mehr Augenmerk auf die Abwehr gelegt wird, darf man nicht vergessen, was die Oilers vorne drauf haben. Das merkt auch der Manager an: „Prinzipiell wollen wir ein starkes Kombinationsspiel zeigen und die neutrale Zone schnell überwinden. Die Kunst liegt aber darin, sein System je nach Gegner auch mal umzustellen.“ Die Oilers haben bewiesen, dass mit relativ schwachem Kader schon recht viel möglich ist. Geht die inzwischen verbesserte Mannschaft den eingeschlagenen Weg weiter, bleibt folgerichtig eigentlich nur noch das Finale. Ein weiterer heißer Anwärter auf den Titel!

 

Die Kings verpassten die Play-Offs in der vergangenen Saison deutlich – trotzdem wurde mit GM-Legende Daetwyller erneut verlängert. Die teuren Verträge von beispielsweise Marian Gaborik verhinderten allerdings, dass die Kings ihren Kader noch weiter verbessern. Im Tor steht mit Jonathan Quick aber weiterhin einer der besten Goalies der gesamten Liga, die Defense, angeführt von Drew Doughty ist körperlich stark und schussgewaltig – auch hier muss sich der Trainer über die vorhandene Qualität keine Gedanken machen. Mit Mike Cammalleri wurde der Angriff um einen Powerplay-Spezialisten erweitert, der für 15-20 Tore gut sein sollte. Mit den Herren Kopitar, Carter, Toffoli und Pearson steht genug gute Schützen zur Verfügung. „Das Ziel muss nach zwei Saisons ohne Playoffs klar die Qualifikation dieser sein. Die Chancen auf einen Platz unter den ersten 16 ist zwar mit der Erhöhung in der Pacific Division nicht einfacher geworden, trotzdem ist dieses Ziel sicherlich nicht unmöglich“, gibt Daetwyller ganz klar die Rückkehr in die Endrunde als großes Ziel aus. „Man ist in der letzten Saison wieder konkurrenzfähiger geworden der Abstand in der Tabelle war schlussendlich zwar trotzdem klar, aber in vielen Spielen war man auf Augenhöhe mit dem Gegner was einem für die neue Saison viel Mut gibt. Man hat gemerkt dass man offensiv einiges druckvoller auftreten kann und in der Defensive lieber einmal mal den übermotivierten Check zurückhält“, gibt der Chef hinter der Bande die Marschrichtung vor. Die Pacific Division sieht der Kings-GM aber ganz klar in der Hand zweier anderer Teams: „ Die beiden ersten Plätzen werden aus meiner Sicht klar durch Edmonton und San Jose vergeben sein, dahinter kämpfen mit Calgary, Anaheim, Las Vegas, Vancouver, Arizona und Uns, sechs Teams die aus meiner Sicht ungefähr das gleiche Niveau besetzten, um Platz drei. Diese Teams werden auch meine Hauptkonkurrenten sein und die Direktbegegnungen gegen diese sind entscheidend.“ Die Gegner im Zaum halten, das kann nur auf eine Weise gelingen, lässt er aufhorchen: „Mein Spielstil ist Powern Powern und nochmals Powern. Zwar will man die unnötigen Strafen die man in der Vergangenheit vielfach hatte in den Griff kriegen, trotzdem wird man unter meiner Führung immer eine Kingstruppe sehen die Offensiv spielt und mit viel Körperkraft den Puck ins Tor des Gegner schaffen will.“ Klappt das alles, ist mit den Kings im Kampf um die Play-Offs absolut wieder zu rechnen. Und vor den Kings in Acht nehmen, muss sich sowieso jeder.

 

Bei den Sharks blickt man unter der Führung des etablierten GM Pedja auf eine mehr als ordentliche Saison zurück – in den Play-Offs war aber gegen die Edmonton Oilers erneut relativ früh Schluss. Trotz der Tatsache, dass der letzte Schritt weiterhin fehlt, blieben die Verantwortlichen ruhig, verlängerten mit dem Manager und ließen auch den Kader weitestgehend unverändert. Zwar ging mit Patrik Marleau einer der absoluten Führungsspieler von Bord, diese Lücke soll aber mit jungen, hungrigen Spielern wie beispielsweise Timo Meier oder Kevin LaBanc geschlossen werden. Das Ziel bleibt wie jedes Jahr das gleiche, erklärt Pedja: „Unbedingt erreichen möchte ich zum vierten Mal in Folge die Playoffs!“ Auch bei dem was darüber hinaus kommen kann, geht bei den Sharks dieses Jahr alles in die Offensive: „Traum wäre es natürlich im Stanley Cup Finale zu stehen.“ Die Sharks, die in der vergangenen Saison in ihrem Spiel die lange vermisste Variabilität zum Vorschein brachten, gehen als einer der Favoriten in die Pacific Division, nehmen sich aber vor allen Gegnern in Acht, erklärt der Manager: „Meine Division ist einer der ausgeglichensten der gesamten PSHL – viele neue Gesichter sind nun bei uns vertreten und mit FlyOli kommt sogar ein PSHL Urgestein zurück in die Liga. Meine Hauptkonkurrenten sind die Oilers und die Ducks – an denen werden wir uns messen müssen – jedoch werden wir die anderen Teams nicht unterstätzen. Die GMs von Calgary und LA besitzen über unglaublich viel Erfahrung und Spielverständnis. Der Start in die neue Saison wird entscheidend sein.“ Um dieses Jahr vielleicht mal unter die letzten vier zu kommen oder gar den Schritt ins Finale oder zum Titel zu machen, will der Manager mit seinem Team eine der Schwächen verbessern, die er bei sich selbst ausgemacht hat: „Meine Schwäche ist klar dass mir der letzten Punch fehlt – entweder liegt es am Pech oder an meiner Nervenstärke.“ Die Sharks sind in jeder Serie über sieben Spiele gefährlich, in der Saison ist kein Gegner sicher. Wie jedes Jahr auch in dieser Saison ein (Geheim-)Favorit.

 

Die Canucks konnten sich im Sommer mit Raffiwob nicht auf eine weitere Zusammenarbeit einigen – nur so konnte der Weg frei werden für die Rückkehr einer absolut GM-Legende. Mit Klavkalash wollen die Canucks zurück zu Glanz und Gloria – auch wenn es mit dem aktuellen Kader im Grunde unmöglich ist. Die Sedin-Zwillinge haben ihren Zenit überschritten, Loui Eriksson brachte in seiner ersten Saison in British Columbia nichts auf die Fläche, und hinten klafft hinter den Herren Tanev und Edler eine bedenklich große Lücke. „Ryan Miller hätte ich gerne noch behalten. Aber mit den Neuzugängen Del Zotto, Burmistrov, Gagner und Vanek bin ich schon zufrieden. Sicherlich standen auf dem Wunschzettel noch ein paar andere, aber man halt nicht alles haben“, kommentiert der GM die Transfers. An die Play-Offs denkt, fürs erste, niemand: „Der olympische Gedanke steht erstmal im Vordergrund. Wieder dabei zu sein und möglichst viel Spaß am Spiel. Die Playoffs zu erreichen wäre schon Wahnsinn. Also kann man das getrost als Traum bezeichnen.“ Ein wenig als Heißsporn bekannt, will Klavkalash in der kommenden Saison weniger Krampf an den Tag legen, um Erfolg zu haben: „Es ist nur ein Spiel, der Spaß sollte im Vordergrund stehen. Wir werden mehr mediterrane Gelassenheit an den Tag legen. Wir werden eher defensiv auftreten, mit einigen Nadelstichen nach vorne.“ Wenn Klavkalash aus seinem Kader das Maximum rausholt, und aus den Nadelstichen eher eine gepflegte Messerstecherei wird, dann kann für die Canucks was möglich sein. Ansonsten wartet hier wohl ein Einstiegs- und Übergangsjahr – ein echter Favoritenschreck, denn wer nicht aufpasst, den steckt Vancouver locker in die Tasche.

 

Alles neu in der Wüste! 23 Spieler werden sich hier zusammenfinden, und ein neuer Manager! Aus Minnesota wussten die Investoren den erfahrenen GM ZSC-ZUERCHER-SC in das Zocker-Paradies zu locken. Das von vielen belächelte Projekt sieht auf dem Papier aber durchaus vielversprechend aus. So steht mit Marc-Andre Fleury eine echte Nummer 1 zur Verfügung, auch der Angriff hat mit Spielern wie Vadim Shipachyov, der bis zu seiner Unterschrift der wohl beste Spielmacher außerhalb der NHL war, und James Neal auch einiges zu bieten. Mit jungen Spielern wie William Karlsson, oder Verteidigern wie Shea Theodore ist in Vegas durchaus einiges mehr drin als der Kampf um die goldene Ananas. Der neue starke Mann freut sich auf die anstehenden Aufgaben: „Es wird eine tolle neue Erfahrung als erster GM die Golden Knights zu Coachen. Ich denke wir haben tolle Spieler geangelt und werden uns noch viel arbeit vornehmen müssen, bis alles passt. Man stellt nicht oft ein komplett neues Team zusammen.“ Die Play-Offs könnten drin sein, eine große Klappe sucht man in der Wüste aber vergeblich: „Unser Ziel wird mal das Bestehen als Team sein. Alles andere, wie zum Beispiel die Play-Offs erreichen, sind in der ersten Saison das große Dessert. Ich habe schon einige Erfahrungen sammeln können. Viel positives, aber auch eine Menge um sich zu verbessern. Besonders werde ich mir ein Augenmerk auf die Linienzusammensetzung legen. Es soll rund laufen und nächste Saison etwas größere Ziele zu schaffen werden.“ Ein Übergangsjahr in den Augen des Managers, aber mit etwas Glück und Geschickt können die Golden Knights in ihrer Division durchaus für Furore sorgen. „Wir werden eine tolle, ausgeglichene Division haben. Es ist schwierig zu prognostizieren, im Mittelfeld sind alle in etwa gleich stark! Heiß werden bestimmt die Spiele gegen Calgary und LA! Zwei tolle GM’s mit tollen Teams!“ freut sich GM ZSC-ZUERCHER-SC auf seine ersten Aufgaben mit dem neuen Team.

 

Tipp PSHL Pressestelle:

Die Edmonton Oilers und die San Jose Sharks marschieren durch zu den Playoffs. Dahinter qualifizieren sich die Los Angeles Kings direkt als 3. Team für die Playoffs. Weder für die Calgary Flames, die Anaheim Ducks, die Vegas Golden Knights, die Vancouver Canucks und die Arizona Coyotes reicht es für die Wild-Card Spots. Nur 3 Teams erreichen aus der Pazific Division die Playoffs.