Season Preview: Pacific Division

Zum Start der neuen Saison der PSHL wagt die Pressestelle wie in jedem Jahr einen ausgiebigen Ausblick auf die vier Divisionen und die (zum letzten Mal) 30 Teams die in das Rennen zum den begehrten PSHL-Stanley-Cup gehen.

Als großer Favorit scheint in der Umfrage unter den Managern der Teams dabei die Tampa Bay Lightning ins Rennen zu gehen. Glaubt man den Amtsinhabern, geht der Weg über den Titel im Osten nur über die Blitze – aber auch den New York Islanders, sowie den Florida Panthers und den Philadelphia Flyers werden Chancen auf den Titel eingeräumt. Im Westen gehen die Central-Division Rivalen aus Dallas und Winnipeg als Frontrunner in die Spur, während aus der Pacific Divison, nach Meinung der Verantwortlichen, vor allem mit den Oilers, sowie den San Jose Sharks gerechnet werden muss.

Detaillierte Blicke auf die Teams, Veränderungen im Management, im Kader, kleine Rückblicke auf die Vorbereitung, sowie die Ziele für die kommende Saison werden zu lesen sein.


Anaheims GM @Fly Oli geht auch in der kommenden Saison als der starke Mann im Außenbezirk von Los Angeles in die Saison. Dabei kann er fast vollständig auf die Mannschaft der Vorsaison zurückgreifen – bis auf Torhüter Fredrik Andersen, der in der Zukunft in Toronto Tore verhindert, blieb die Mannschaft im Großen und Ganzen beisammen. Die starken Forwards Corey Perry, Ryan Getzlaf und Ryan Kesler bekommen mit Antoine Vermette und Mason Raymond noch mehr Power dazu, an der eigenen Blauen Linie darf sich vor allen Shea Theodore auf mehr Arbeit und Eiszeit freuen. Und trotz des Abganges von Andersen steht mit John Gibson eine Nummer 1 zur Verfügung, die so einiges im Köcher hat. Aufgrund diverser Umbaumaßnahmen an der Arena, sowie PR-Terminen der Vereines gab es bisher kaum Testspiele der großen Ducks, das Farmteam musste in der AHL früh die Segel streichen. „Eine schlechte Vorbereitung bei den Ducks. Aber sie werden ihr bestes geben“, ist sich der GM sicher. Auch aufgrund der mäßigen Ergebnisse sind die Ducks vor Beginn der Spielzeit eher bescheiden, was die Ziele betrifft. „Siege gegen Los Angeles werden in diesem Jahr auch nicht einfacher“, sprach FlyOli das große Stadtderby an, das aber wieder häufig nach Anaheim gehen soll. Für die Playoffs scheint das Management des ehemaligen Disney-Clubs für die kommende Spielzeit nicht besonders optimistisch: „´Die Playoffs zu erreichen wird sehr schwer, aber mal schauen“, gibt er die Hoffnung nicht auf.


Der neue GM @Rosendorf tritt bei den Arizona Coyotes in große Fußstapfen. Nach dem Abgang von GM LeMalkin71 sollen aber weitere erfolgreiche Saisons unter der neuen Führung her. Zwar steht mit Pavel Datsyuk ein echter Megastar auf der Gehaltsliste, spielen wird er für die Wüstenhunde aber nicht. Von daher geht es in Arizona vor allem darum, die jungen Spieler weiter zu entwickeln und diesen die nötige Spielzeit zu geben. Spieler wie Max Tomi und Christian Dvorak, sowie Anthony Duclair haben riesigen Potential, welches es nun auszuschöpfen gilt. Helfen soll dabei im Angriff Neuzugang Jamie McGinn. Der Power Forward bringt eine gehörige Portion Wucht und Härte mit ins Team – Eigenschaften, die vor allem an der Seite der körperlich noch nicht ganz so starken „jungen Wilden“ gut zum Tragen kommen sollten. In der Abwehr ist derweil mächtig Qualität hinzugekommen. War Oliver Ekman-Larsson in der Vorsaison meist der einzig brauchbare Blueliner, sind mit Alex Goligoski und Luke Schenn zwei weitere grundsolide Defender dazugekommen. Ob die Unterstützung der Torhüter Mike Smith und Louis Domingue allerdings ausreicht, um weiter erfolgreich zu sein, darf zumindest ein wenig bezweifelt werden. „Die Saisonvorbereitung läuft aktuell noch nicht so glatt, wie ich mir das vorgestellt habe, da wir einfach nicht oft genug auf dem Eis sind“, bemängelte Rosendorf die ersten Auftritte seines neuen Teams. Eine Lösung hat er aber auf dem Weg zum erklärten Saisonziel Playoffs aber auch parat: „In den Tagen vor dem Saisonstart werden wir die Eiszeiten sicherlich noch einmal intensivieren, damit wir gut vorbereitet starten können.“ Klappt es mal nicht, soll auch der Kopf nicht in den Sand gesteckt werden: „Es wird darum gehen, meine Spielphilosophie zu verinnerlichen und auch nach unnötigen Niederlagen nicht die Geduld zu verlieren!“


Die Flames gehen deutlich verstärkt in die neue Saison. An der Bande wird in Calgary weiter auf Kontinuität gesetzt – GM @SGygli ist vom Manager- und Trainerposten in Kanada absolut nicht mehr wegzudenken und will in der kommenden Saison aufhorchen lassen. Die junge Generation um Shane Monahan und Johnny Gaudreau hat sich im Sommer mit harter Arbeit deutlich weiterentwickelt und wird definitiv für Furore sorgen. An deren Seite dürfte Troy Brouwer auf Torejagd gehen – mit seiner Schlitzohrigkeit wird der Veteran-Flügelspieler so einiges an Unruhe stiften und den Flames so einige wichtige Treffer bescheren. Auch in der Abwehr tat sich einiges rund um den Saddledome. Der junge Finne Jokkipakka verstärkt die Defensive, und die vormalige Schwachstelle „Torhüterposition“ hat mit dem ehemaligen Blues-Goalie Brian Elliot eine deutliche Aufwertung erhalten. „Ebenfalls grosses Potential bringt Chiasson mit sich, der aus Ottawa gekommen ist und Thachuk, der Erstrunden-Pick der Flames könnte ebenfalls den Sprung sofort ins Team schaffen“, ließ Sgygli sich am Rande einer Trainingseinheit ein wenig in die Karten schauen. In der Saisonvorbereitung war beim Turnier in Detroit für die Flames zwar in der Vorrunde Schluss, in den weiteren Pre-Season Spielen wusste das Team aber durchaus zu überzeugen. Verbesserungspotenzial sieht der GM vor allem in der Abwehr seiner Mannschaft: „Die ersten Vorereitungsspiele sind recht ok gelaufen. Wo man aber noch deutlich Abstimmungsbedarf hat ist in der Abwehr, gerade bei den letzten Auftritten hat man gesehen dass die Back-Paare noch nicht genau wisssen wie die Laufrichtungen sein sollen.“ Bekommen die Flames ihre kleineren Probleme im Abwehrverbund schnell in den Griff, ist mit ihnen im Kampf um die heiß begehrten Playoff-Plätze in der Pacific Divsion durchaus wieder zu rechnen, weiß auch Sgygli: „Nummer 1 Ziel sind die Playoffs. Wenn wir das erreichen, kann eine große Flasche Schampus geöffnet werden!“


Bei den Oilers muss es so langsam krachen. Über mehrere Jahre gab es inzwischen immer wieder die Top-Talente des jeweiligen Jahrgans, damit soll jetzt endgültig Schluss sein. Mit einem großen Trade, sowie einem dicken Fisch im UFA-Markt haben die Oilers noch einen weiteren Schritt in Richtung absolutes Top-Team in der PSHL gemacht und gehören so definitiv in den Kreis der Titelfavoriten. GM @kornfelt t hat eine junge, aufstrebende, und besonders schnelle Mannschaft zur Verfügung, die im Sommer auch an Durchschlagskraft gewonnen hat. So kommt mit Flügelstürmer Milan Lucic ein Spieler zu den Oilers, der ligaweit gefürchtet wie gehasst wird. Einen Check nach dem anderen, ohne dabei zu vergessen wo das Tor steht – solche Spielertypen gibt es kaum ein zweites Mal. Im Angriff wimmelt es nur so von Talent: Ob Jordan Eberle, Ryan Nugent-Hopkins, Leon Draisaitl, oder Connor McDavid. Spielerische Qualität im Angriff hat Edmonton genug. Taylor Hall wurde im Sommer etwas überraschend nach New Jersey verschifft, im Gegenzug kam mit Adam Larsson eine echte Kante für die Defensive – dieser könnte dort mit seinem Landsmann Oskar Klefbom für Furore sorgen und so endlich auch für die nötige Stabilität sorgen. Schwachpunkt scheint auf dem Papier Goliae Cam Talbot – klaut er den Oilers am Ende doch ein zwei Spiele, vor allem in der eigenen Division, kann es für Edmonton ganz ganz weit gehen. GM Kornfelt setzt dabei in der Vorbereitung auf ungewöhnliche Maßnahmen: „Die Saisonvorbereitung besteht bei unserer Organisation aus gemeinsamen Bordellbesuchen und Drogenpartys, über die Frühform darin wurde Stillschweigen vereinbart. Die Saison wird zeigen, ob wir damit richtig lagen.“ Wenn also die Puffs in Alberta durchgearbeitet sind, soll auch dem Eis einiges auf den Kopf gestellt werden – über den Einzug in die Playoffs spricht in Edmonton nämlich niemand, dieser wird vorausgesetzt: „Unser Ziel ist es, in den Playoffs eine gute Rolle zu spielen“, erklärte Kornfelt auf der Türschwelle des größten Edmontoner Bumsschuppens.


Bei den Kings war die abgelaufene Spielzeit eine zum Vergessen. Nichts wollte so wirklich klappen, und so verabschiedeten sich die Könige relativ früh aus dem Rennen um die Playoff-Plätze. Zwar sorgte das Team von GM @Daettwyler immer wieder für spannende Duelle, zu oft brannten aber die Nerven durch und der entscheidende Check ging ins Leere. Dabei steht in der neuen Saison erneut großartiges Spielermaterial zur Verfügung. Franchise-Center Anze Kopitar verlängerte sein Arbeitspapier jüngst auf lange Sicht, mit einem Gehalt von über 10 Millionen Dollar. An seiner Seite stehen mit Marian Gaborik und beispielsweise Dustin Brown, von dem auch wieder mehr erwartet wird, gute Flügelstürmer. Besonders gefährlich dürfte erneut die Formation des grandiosen Jeff Carter, mit Tyler Toffoli und Tanner Pearson sein. Dahinter steht mit Drew Doughty einer der besten Defender der Liga, auch das Können von Spielern wie Alec Martinez und dem besonders bärtigen Jake Muzzin ist unbestritten. Und wenn alle Stricke reißen, steht mit Jonathan Quick zwar ein unorthodoxer, aber auch überragend starker Goalie zur Verfügung. GM daetwyller weilt mit Familie aktuell bei seinem Team, um dort vor Ort auf Tuchfühlung zu gehen, und in diversen Einzelgesprächen auf die neue Spielzeit vorzubereiten. Es darf in Kalifornien wieder mit krachenden Checks und tollem Eishockey gerechnet werden, vor allem nach der langen Zeit die das Management beim Team verbracht hat. In der Vorbereitung gab es bereits Erfolge gegen die Winnipeg Jets, die mit so einer stark verbesserten Kings-Truppe nicht wirklich gerechnet hatten. Geht es dem Rest der Liga ähnlich, darf man sich am Ende nicht wundern, wenn es am Ende in der Pacific Division doch wieder heißt „Royalty Reigns Again!“


In San Jose setzt man im Team auf Beständigkeit. Die einzige wirklich nennenswerte Veränderung dürfte im Angriff der Däne Mikael Boedker sein, der den ohnehin schon sehr ausgeglichen besetzten Angriff der Sharks noch ein wenig stärker macht. Spieler wie Joe Pavelski, Joe Thornton, und Logan Couture sind von überall gefährlich und haben mit aufstrebenden Spielern wie Thomas Hertl und Joonas Donskoi nun noch ein paar gefährliche Anspielstationen mehr. Die Abwehr wird mit Brent Burns von einem der besten Offensiv-Verteidiger der Liga angeführt, dahinter steht mit Martin Jones ein inzwischen etablierter Goalie, der den einen oder anderen Gegner zur Verzweiflung bringen wird. In der Vorbereitung bewiesen die Sharks bereits, dass mit ihnen wie in jeder Saison wieder zu rechnen sein wird. Das Vorbereitungsturnier der Detroit Red Wings gewannen die Sharks ohne Probleme, mit unfassbarer Effizienz wurden die Teams auseinander gepflückt, die Winnipeg Jets wurden beispielsweise mit 6-2 zerstört. Es wird wieder ein interessantes Rennen zwischen @Pedja und dem Rest der Liga. Wer das Rezept gegen die Sharks findet, kann sie unter Umständen sogar recht einfach besiegen, wer es nicht findet kommt so richtig unter die Räder. Der GM will mit seinen Haien vor allem sein Playoff-Trauma in der PSHL überwinden, erklärt er: „Wir wollen endlich die erste Playoff-Runde überleben.“ Doch selbst das Überleben der ersten Runden wäre bei der wohl ausgeglichensten Mannschaft der Liga noch immer kein Erfolg. Doch bleibt der Manager vorsichtig: „Mir fallen auf Anhieb zehn Mannschaften ein, die den Stanley Cup gewinnen könnten. Es wird die spannendste Saison der PSHL-Geschichte.“


Mit GM @nnead geht auch in Vancouver ein absoluter Neuling in der Liga an den Start. Genau wie in der Beziehung Calgary-Los Angeles, sowie Tampa-Chicago, macht der neue Manager der Canucks im Verbund mit San Jose das dritte Brüder-Paar der Liga perfekt. Dabei hat der Kader in Vancouver bis auf die Verpflichtung des Schweden Loui Eriksson nicht wirklich große Neuerungen zu bieten. Eriksson dürfte dafür aber richtig einschlagen – die Landessprache in der Linie Eriksson-Sedin-Sedin dürfte auch klar sein. Dahinter sind zwar mit Spielern wie Bo Horvat und Jake Virtanen interessante Spieler im Kader, ob diese jedoch ob ihres jungen Alters schon eine große Verstärkung sein können, darf zumindest im Kern angezweifelt werden. Der Manager selbst ist positiv gestimmt: „Mit dem neuen GM und den Wechsel einiger Spielerposition versuchen wir das Team in die Playoffs zu spielen“, erklärt er. Dabei scheint im Angriff noch nicht alles zu Laufen, denn in der Vorbereitung wird vor allem an der Offensive gearbeitet, verriet nnead: „Derzeit wird viel Zeit den Angriff investiert, da in den frühen Testspielen noch große Defizite in der Form zu verzeichnen waren.“ Kann die Form bis zum Saisonstart noch stabilisiert werden, muss auch mit den Canucks wieder mehr gerechnet werden, als zuletzt. Auch deswegen scheint das Ziel, wie beinahe überall, ganz klar formuliert: „Natürlich, das Erreichen der Playoffs!“